Gerüchte: Google verschiebt Release von Android 5.0

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Google hat Gerüchten zufolge den Release der als “Key Lime Pie” entwickelten Android 5.0 verschoben, um Geräteherstellern genügend Zeit zu geben, ihre Smartphones auf Jelly Bean zu bringen. Derzeit testet Google Android 4.3. Die Version könnte auf der I/O-Konferenz Mitte Mai vorgestellt werden.

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Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O Mitte Mai stellt Google möglicherweise statt Android 5.0 Key Lime Pie (Limettenkuchen) eine weitere Zwischenversion seines Betriebssystems für Mobilgeräte vor. Android Police hat in seinen Server-Logs Hinweise auf eine Version 4.3 mit der Build-Nummer JWR23B entdeckt, die immer noch unter dem Codenamen Jelly Bean läuft.

Die Zugriffe erfolgten über den IP-Adressbereich von Google mit dem Nexus 4 und Nexus 7. Die Build-Nummer JWR23B findet sich auch im offiziellen Chromium-Bug-Tracker. Das lässt darauf schließen, dass der Konzern derzeit Android 4.3 testet.

Auch in der Vergangenheit waren vor der offiziellen Vorstellung Hinweise auf neue Android-Versionen in Logdateien aufgetaucht. Android 5.0 Key Lime Pie wurde laut Android Police jedoch noch nirgends erspäht. Gerüchten zufolge hat Google den Release absichtlich verschoben, um Geräteherstellern eine Verschnaufpause zu gönnen. Denn viele arbeiten derzeit noch an einem Update auf Jelly Bean. Sollte Google schon im Mai den nächsten großen Versionssprung machen, hätte der eine noch stärkere Fragmentierung der Android-Landschaft zur Folge.

(Bild: Grafik: Statista / http://de.statista.com/themen/581/smartphones/infografik/962/verbreitung-icecream-sandwich-jelly-bean-februar-2013)
Die neueste Version von Googles Betriebssystem lief im Februar 2013 auf 16,5 Prozent aller Android-Geräte. Damit ist die Updategeschwindigkeit bei Jelly Bean etwas schneller als bei Ice Cream Sandwich (Grafik: Statista).

Die Versionierung deutet darauf hin, dass Android 4.3 keine allzu großen Änderungen gegenüber dem aktuellen Android 4.2.2 mitbringt. Dadurch können Entwickler und OEM-Hersteller ihre Anwendungen beziehungsweise Geräte leicht an die neue Version anpassen. Viele Hersteller bieten Android-Updates allerdings nur für die aktuellsten Geräte. Für immer mehr Anwender sind daher Custom Roms eine Alternative, die auch ältere Geräte mit aktuellen OS-Updates versorgen.

Die populärste Android-Distribution CyanogenMod bietet Unterstützung für mehr als 100 Modelle. Erst kürzlich hat die Entwicklergemeinschaft M3-Builds auf Basis von Android 4.2.2. für zahlreiche Smartphones und Tablets veröffentlicht. Eine finale Variante steht allerdings noch nicht zur Verfügung.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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