Regierungen fordern von Google mehr Zensur als je zuvor

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Für das zweiten Halbjahr 2012 listet der Suchmaschinenbetreiber in seinem Transparenzbericht 2285 Löschanfragen auf. Das sind ein Viertel mehr als in der ersten Hälfte des Jahres. Google zufolge sind viele Anträge politisch motiviert.

Zwischen Juli und Dezember 2012 hat Google mehr Anfragen von Regierungen zur Löschung von Inhalten erhalten als je zuvor. Insgesamt gingen dem jetzt vorgelegten Transparenzbericht zuolge 2285 Anfragen, die sich auf 24.179 unterschiedliche Inhalte bezogen. Im ersten Halbjahr 2012 reichten Behörden noch 1811 Anträge ein. Dabei ging es um 18.000 Inhalte. Die Werte nahmen demnach um 26 beziehungsweise 34 Prozent zu.

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Die Zahlen im aktuellen Transparenzbericht legen die Vermutung nahe, dass die Versuche, Inhalte aus politischen Gründen zu zensieren, zu einem immer größeren Problem werden. Der Konzern musste zum Beispiel nach eigenen Angaben in vielen Fällen aufgrund von Gerichtsbeschlüssen negative Aussagen über Regierungsvertreter entfernen.

In Brasilien habe es aufgrund der Kommunalwahlen im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg gegeben, so Google. Aus Russland seien im zweiten Halbjahr 114 Löschanfragen gekommen – nach sechs Anfragen in den ersten sechs Monaten des Jahres. Zudem hätten 20 Länder die Löschung von auf Youtube veröffentlichten Ausschnitten aus dem Film “Die Unschuld der Muslime” gefordert.

Google muss allerdings nicht alle Zensuraufforderungen von Regierungsbehörden erfüllen. Einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Blogeintrag von Googles Chefjustiziar David Drummond zufolge werden alle Anträge gründlich auf ihre Rechtmäßigkeit und die Übereinstimmung mit Googles Richtlinien geprüft. Anfragen würden unter anderem abgelehnt, wenn sie zu weit gefasst seien. Google versuche außerdem, stets die betroffenen Nutzer zu informieren. In einigen Fällen sei dies aber aus rechtlichen Gründen nicht möglich oder es fehlten konkrete Kontaktdaten.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

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