Touchscreen-Notebooks könnten im 3. Quartal billiger werden

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Mit Informationen über die Lage bei der Bildschirm- und Notebook-Produktion bewaffnet, wagt die taiwanische Digitimes eine Marktvorhersage. Demnach werden die Klapprechner mit Touchscreens bald preiswerter. Noch in diesem Jahr sollen die gesunkenen Produktionskosten beim Kunden ankommen.

Die Lieferschwierigkeiten der Touchpanels sind beseitigt, die Herstellungskosten von Displays und Notebooks billiger – das werde den Anteil der mit entsprechenden Anzeigen ausgestatteten Notebooks steigern, orakelt das Branchenmedium Digitimes.

Hybridgeräten wie dem XPS 12 von Dell gehört laut Intel-Manager Kirk Skaugen die Zukunft (Bild: Dell).
Einer der Hersteller, die bei Aufträgen zu Touchscreen-Notebooks und Convertibles noch konservativ sind, ist Dell – hier im Bild der XPS 12 (Bild: Dell).

Windows-8-Notebooks sollte man nicht ohne Touchscreen kaufen, hieß es zuerst in Empfehlungen – und das könnte durchaus einer der Gründe für die bisher recht langsame Marktverbreitung sein. Denn die Geräte mit den berührungsempfindlichen Bildschirmen kosteten in der Regel mehr als reguläre Notebooks.

Die Entwicklungen in der Touchscreen- und Notebook-Produktion bringen die taiwanische Digitimes nun zum Schluss, Preissenkungen lägen nahe und könnten den Windows-8-Rückstau beseitigen. Die Produktionsrate der funktionsfähigen Touchscreens, die speziell für Notebooks hergestellt werden, habe sich massiv verbessert. Der “Yield”, also die Produktions-“Ausbeute”, habe sich inzwischen auf 85 Prozent erhöht. Das könnte schließlich die Fertigungskosten senken.

Dass der Verkauf der Windows-8-Notebooks mit Touchscreen bisher so schlecht lief, liege vor allem an den Lieferschwierigkeiten der Panel-Produzenten, meint Digitimes. Die Kapazitätserhöhungen der Fabriken, die für das Jahr 2013 noch eingeplant seien, würden aber die Produktion pro Zoll Displaypanel um 50 US-Cent (derzeit 38 Euro-Cent) verringern. Der derzeitige Preisverfall bei der Beschichtung der Touchscreens um ganze 20 Prozent trage ebenfalls dazu bei. So könnten die Einkaufspreise für 13,3-Zoll-Touchdisplays auf etwa 38 Euro fallen – und damit auch die Gesamtpreise der Touchscreen-Notebooks sinken.

LG Tabbook
Mit dem Tabbook zeigte LG eines der ersten Windows-8-Notebooks mit Touchscreen. Im vierten Quartal 2013 soll LG sogar die Hälfte seiner Klappcomputer mit den Berührungsbildschirmen ausstatten (Bild: LG).

Der Löwenanteil der weltweit hergestellten Touch Panels kommt von der taiwanischen TPK und ihrer Tochter Cando – dadurch kann Digitimes schon auf Basis der Daten aus dem eigenen Land seine globalen Rückschlüsse ziehen. Eigenen Studien zufolge sei die Marktdurchdringung von Rechnern mit berührungssensitiven Bildschirmen im ersten Quartal weltweit schon auf über 10 Prozent des Notebook-Einsatzes gestiegen.

Digitimes nennt hier jede Notebook-Marke einzeln und glaubt, dass Asus und Sony 2013 den Anteil der Touch-Notebooks schon in diesem Jahr auf 15 bis 17 Prozent erhöhen. Der chinesische Hersteller Lenovo werde noch im dritten Quartal 2013 rund 40 Prozent seiner Notebook-Produktion mit Touchscreens versehen und im vierten Quartal auf 50 Prozent kommen. US-Hersteller, die noch ein wenig konservativer bezüglich Touchscreens seien, müssten sich anpassen.

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