Google will EU Zugeständnisse bei Suchergebnissen machen

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Einem Bericht zufolge soll ein Vergleichsvorschlag jetzt eine mehrjährige kartellrechtliche Untersuchung durch die EU-Kommission beenden. Verweise auf eigene Dienste will Google künftig offenbar klar kennzeichnen. Die von Microsoft unterstützten Beschwerdeführer lehnen den Vorschlag allerdings ab.

Google hat der EU in einem Vergleichsvorschlag zugesagt, Änderungen an den angezeigten Suchergebnissen vorzunehmen. Das hat das Wall Street Journal berichtet. Dem Blatt zufolge sollen die vorgeschlagenen Änderungen fünf Jahre bindend sein und durch einen neutralen Dritten kontrolliert werden. Die Änderungen sollen zunächst im Markt getestet und Googles Konkurrenten dazu befragt werden.

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Der Konzern verspricht, Nutzer mit klaren Kennzeichnungen darauf hinzuweisen, wenn es um bei den angezeigten Suchergebnissen um die Promotion eigener Dienste geht. Gleichzeitig sollen gut sichtbar auch mehrere Links zu konkurrierenden Angeboten eingeblendet werden, die für eine Suchanfrage relevant sind. Diese Bedingung soll allerdings nicht für vertikale Google-Dienste wie Google Shopping gelten, die eigentlich Anzeigenplattformen sind – dort sollen Mitbewerber bezahlte Einträge platzieren können.

Die Vereinbarung sieht dem bericht zufolge zudem vor, dass Konkurrenten in Zukunft Google mit einem Tool daran hindern können, bestimmte eigene Inhalte in die Suchresulatate aufzunehmen. AdWords-Inserenten will es Google erleichtern, ihre Kampagnen auf konkurrierende Plattformen, etwa die von Microsoft, zu verlagern.

Der Vorschlag kommt nach einer mehrjährigen Untersuchung der EU-Kommission, die durch kartellrechtliche Beschwerden konkurrierender Unternehmen wie Microsoft und Expedia ausgelöst wurden. Google könnte mit den freiwilligen Anpassungen eine hohe Geldstrafe und einen langwierigen Rechtsstreit mit der Europäischen Union vermeiden. Der Vergleich wäre zudem nicht mit der Feststellung über ein Fehlverhalten verbunden, was für Google wiederum vorteilhaft wäre, wenn konkurrierende Firmen Zivilprozesse anstrengen.

Die Beschwerdeführer haben sich bereits kritisch zum Vergleichsvorschlag geäußert. “Veränderte Kennzeichnungen bringen nichts oder machen es schlimmer”, erklärte David Wood, Rechtsberater der von Microsoft unterstützten Initiative for a Competitive Online Marketplace (ICOMP) gegenüber der Financial Times. “Sie stünden für ein massives Scheitern der Kommission nach einer sehr langen Untersuchung.”

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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