Fast 33 Millionen Android-Geräte sind mit Malware infiziert

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Laut einer Studie von NQ Mobile hat sich die Anzahl 2012 gegenüber 2011 verdreifacht. Im vergangenen Jahr gab es ingsesamt über 65.000 Schadprogramme, die auf Mobilbetriebssysteme abzielten. 95 Prozent davon sind Android-Malware.

2012 wurden NQ Mobile zufolge weltweit rund 32,8 Millionen Android-Geräte mit Malware infiziert. Das sidn dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf eine Studie (PDF) des Anbieters für mobile Sicherheitslösungen. Die Anzahl der Bedrohungen für mobile Plattformen hat sich demnach gegenüber 2011 deutlich mehr als verdoppelt.

2012 gab es mehr als 65.000 neue Schadprogramme für mobile Plattformen (Bild: NQ Mobile).
Laut NQ Mobile gab es 2012 mehr als 65.000 neue Schadprogramme für mobile Plattformen (Bild: NQ Mobile).

Insgesamt identifizierteNQ Mobile mehr als 65.000 unterschiedliche Schadprogramme. Neben gefährlichen Links und SMS-Phishing zählt das Unternehmenauch dazu umgepackte Apps. Die meisten Angriffe richteten sich gegen Android. Fast 95 Prozent der 2012 gefundenen Malware sei für Googles Mobilbetriebssystem entwickelt worden.

Im Februar habe man eine neue Art von Malware entdeckt, die Android-Geräte als Ausgangspunkt benutze, um PCs per USB-Verbindung zu infizieren. Die Methode sei zwar bisher auf wenige Mobiltelefonmodelle beschränkt, sie stelle aber ein großes Risiko dar, sobald sie weiterentwickelt werde.

Die meisten infizierten Android-Geräte befinden sich der Studie zufolge in China (25,5 Prozent). Auf Indien entfielen 19,4 Prozent und auf Russland 17,9 Prozent. Obwohl ein sehr großer Teil der Android-Nutzer in den USA lebt, haben die Vereinigten Staaten laut NQ Mobile nur einen Anteil von 9,8 Prozent.

Der Sicherheitsanbieter erwartet, dass die Zahl der Infektionen mit mobiler Malware weiter zunimmt. Aufgrund der Fragmentierung von Android sei die Lage allerdings komplizierter als bei Desktop-Betriebssystemen. Das gelte vor allem für Nutzer älterer Versionen wie Android 2.3, die weniger sicher seien. Das Herunterladen von Apps aus anderen Quellen als den offiziellen Marktplätzen der jeweiligen Anbieter sowie das sinkende Durchschnittsalter der Nutzer sieht NQ Mobile als weitere Sicherheitsrisiken.

Die Daten von NQ Mobile legen die Vermutung nahe, dass Android weniger sicher ist als iOS. Eine Ende März durch SourceFire voirgenommene statistische Auswertung von Smartphone-Sicherheitslücken hat jedoch ergeben, dass kein Gerät so viele Schwachstellen aufweist wie Apples iPhone.

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