Apple und Nokia: Wettrüsten bei Smartphone-Kameras

MobileSmartphone

In diesen Tagen sorgen Spekulationen um die Kameraaussttatung künftiger Smartphones für Aufregung. Einerseits soll Apple für sein kommendes iPhone eine Kamera mit 12 Megapixel vorsehen. Andererseits wird berichtet, Nokia plane mit einer weiteren 41-Megapixel-Kamera.

Der so hochgelobte und schnell wachsende Smartphone-Markt droht den Gang aller IT-Märkte zu gehen: In dem Maße, wie sich immer mehr Hersteller daran beteiligen, werden selbst einst einzigartige Funktionen allmählich zu alltäglichen Produktmerkmalen. Sich aus der Masse der Anbieter und Modelle herauszuheben wird da immer schwerer. Manche versuchen es über die Masse der Apps in ihrem Marktplatz, andere mit Verwaltungsfunktionen und Leistungsmerkmalen, die Firmen als Käufer ansprechen sollen.

Mit dem 808 PureView hat Nokia seine 41-Megapixel-Technologie schon einmal ausprobiert (Bild: News.com).
Mit dem 808 PureView hat Nokia die 41-Megapixel-Technologie schon einmal ausprobiert (Bild: News.com).

Apple und Nokia scheinen sich in naher Zukunft ein Duell um die beste Kamera zu liefern. Zumindest legen dies aktuell Berichte nahe. Laut dem My Nokia Blog wollen die Finnen Nokia eines ihrer nächsten Vorzeigegeräte mit einer 41-Megapixel-Kamera ausrüsten. Von Apple wird dagegen berichtet, dass die nächste Generation des iPhones mit einer 12-Megapixel-Kamera kommt.

Für Nokia ist eine Kamera mit hohem Megapixelwert nicht gänzlich unbekanntes Terrain. Das Symbian-Modell 808 Pureview war schließlich ebenfalls schon mit einem 41-Megapixel-Kamerasensor ausgestattet. Das Nokia 808 Pureview benutzte die hohe Auflösung nicht, um riesige Bilder mit enormem Speicherbedarf zu produzieren. Vielmehr wurden die Aufnahmen intern heruntergerechnet, um mehr Details ans Licht zu bringen. Außerdem sollte so ein nahezu verlustfreier digitaler Zoom ermöglicht werden.

Diesmal soll es sich aber nicht um ein Nischenprodukt handeln, sondern um das Top-Modell. Ähnliche Gerüchte waren Ende Januar schon einmal in Umlauf. Damals hatte The Verge unter Berufung auf Quellen bei Nokia ähnliches behauptet.

Das nächste Modell soll laut dem My Nokia Blog außerdem mit dem Vierkern-Prozessor Snapdragon 800 von Qualcomm, einem AMOLED-Display mit 1280 mal 768 Pixeln und einem 2000-mAh-Akku bestückt sein. Angeblich soll es zunächst einige Monate exklusiv in den USA über AT&T verkauft werden. Erst anschließend erfolge der Verkaufsstart in anderen Ländern.

Auf höhere Auflösung setzt einem Bericht der vietnamesischen Website Tinhte zufolge auch Apple beim nächsten iPhone. iPhone 4S und 5 liefern jeweils 8 Megapixel Auflösung. Einige Konkurrenten haben bis zu 13 Megapixel vorgelegt. Tinhte, das bei iPhone-Gerüchten schon mehrfach richtig gelegen hat, will nun erfahren haben, dass die Kamerauflösung auf 12 Megapixeln gesteigert werden soll.

Apple steht unter Druck, die Komponenten seines Smartphones zu verbessern – Konkurrenzmodelle wie Samsung Galaxy S4 (Android), Nokia Lumia 920 (Windows Phone) und Blackberry Z10 sind in vielen Vergleichspunkten am iPhone vorbeigezogen. Allerdings ist es nicht mehr nur die Auflösung, die im Mittelpunkt steht. Immer mehr Smartphone-Käufer wissen, dass die Lichtempfindlichkeit und der Bildstabilisator für die Fotoqualität ausschlaggebend sind.

Dass mit dem nächsten iPhone-Modell die Kameraauflösung steigt, berichtete vergangenen Monat bereits Digitimes. Und im Januar hatte iLounge hatte spekuliert, Apple werde wahrscheinlich einen 13-Megapixel-Sensor von Sony einsetzen.

Über das nächste Apple-Modell heißt es außerdem, es werde in einer Reihe von Farben verfügbar sein, sich drahtlos laden lassen und einen schnelleren Prozessor enthalten. Sogar ein mit dem Home-Button kombinierter Fingerabdruckscanner ist im Gespräch. Möglicherweise kommt es Ende Juni auf den Markt.

Tipp: Wie gut kennen Sie das iPhone? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

[mit Material von zwei Beiträgen von Florian Kalenda bei ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen