Apple erweitert Patent auf Computerstift

MobilePolitikRecht
Apple patcht mit einem Update die Sicherheitslücke CVE-2014-1266.

Im hinteren, breiten Teil des in Stiftform gehaltenen Minirechners ist ein Touchscreen untergebracht. Ein integrierter Beschleunigungssensor soll dazu dienen, handschriftliche Notizen zu digitalisieren. Mobilfunkmodul und GPS-Sensor sieht Apple ebenfalls vor – und ist dabei der Konkurrenz voraus.

Während die Branche über eine mögliche Wunderarmbanduhr von Apple spekuliert, hat sich der Hersteller jetzt ein anderes, prosaischeres, aber technisch nicht weniger interessantes Gerät patentieren lassen. Wie AppleInsider berichtet, hat das US-Patentamt dem Hersteller ein Patent auf einen Stift mit eingebautem Computer zugesprochen. Dieser soll über eine WLAN-Verbindung verfügen und E-Mails sowie SMS senden und empfangen können. Auch Telefonie sowie Dienste auf Grundlage von GPS sind vorgesehen.

Mit einem integrierten Beschleunigungssensor will Apple außerdem die handschriftlichen Notizen während des Schreibens digitalisieren. Auch Umwandlung von Text in Sprache sowie von Sprache in Text sind vorgesehen.

Apple hat seine Vorstellung von einem Computerstift in einem Patentantrag fixiert (Bild: Stiftcomputer (Bild: Apple, via USPTO).
Apple hat seine Vorstellung von einem Computerstift in einem Patentantrag fixiert (Bild: Stiftcomputer (Bild: Apple, via USPTO).

Der Stift soll zudem Lautsprecher und Mikrofon, Touchscreen und Akku enthalten. Dazu fällt der hintere Teil etwas breiter aus als bei einem gängigen Schreibwerkzeug. Apple sieht vor, dass dieser Teil während des Schreibens flach auf dem Handrücken aufsetzt. Auf den ersten Blick erinnert die Konzeptzeichnung jedoch an ein überdimensioniertes digitales Fieberthermometer.

In Deutschland wird der Sky wifi smartpen von Livescribe über Gravis, mStore, die Apple Stores und Amazon verkauft. Er kostet je nach Sopeicherkapazität zwischen 190 und 250 Euro (Bild: Livescribe).
Der Sky wifi smartpen von Livescribe kostet je nach Speicherkapazität zwischen 190 und 250 Euro (Bild: Livescribe).

Das Gerät wird in dem Antrag wechselweise als tragbarer Computer und als Mobiltelefon bezeichnet. Es handelt sich um eine Erweiterung eines früheren Patents, das Apple schon 1998 eingereicht und im September 2011 zugesprochen bekommen hatte. Neu sind jetzt die Funkkomponenten.

Bei schlauen Stiften ist das Unternehmen Livescribe bisher führend im Markt. Es hat im Oktober mit dem Modell Sky eine WLAN-Variante seines Smartpen genanten Produktes vorgestellt.
Der Sky wifi smartpen kann alles digitalisieren, was Anwender schreiben und hören. Diese Pencast genannte Aufzeichnungen lassen sich direkt bei Evernote ablegen. Darauf kann der Nutzer dann auch mit anderen Geräten zugreifen.

Der Digitalstift 990 von Staedtler (Bild: Staedtler)
Der Digitalstift 990 von Staedtler (Bild: Staedtler)

Der Hersteller sieht sein Produkt allerdings in erster Linie als Ergänzung zu Tablets. Nutzer müssten sich so nicht mehr entscheiden, ob sie Notizen mit Stift und Papier oder auf dem Tablet machen. Das Zusammenspiel der Technologien erlaube eine einfache Bedienung, hohe Flexibilität und biete die Möglichkeit, handgeschriebene Notizen über das Tablet oder andere mobile Geräte zu sichern und abzurufen sowie zu durchsuchen und weiterzugeben.

Die kleinste Ausführung des Livescribe Sky mit 2 GByte kostet 190 Euro. Die Version mit 4 GByte Speicher wird für 220 Euro angeboten. Die Variante mit 8 GByte Speicherplatz wird für 250 Euro verkauft. Wem es allerdings nur um die Digitalisierung von Notizen und Skizzen geht, der kommt mit dem Digitalstift von Staedtler für rund 90 Euro günstiger weg.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie das iPhone? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen