Aktueller Multimedia-Sale bei Lidl im Schnäppchen-Check

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Lidl wirbt für seinen Online-Shop derzeit mit einem großen Multimedia-Sale. Die dabei angebotenen Produkte gibt es nicht in den Filialen, sondern nur online. Beworben werden sie mit Preisabschlägen von bis zu 30 Prozent. Schnäppchenjäger sollten jedoch vorsichtig sein.

Lidl rückt seinen Onlineshop seit einigen Monaten immer stärker in den Vordergrund. Häufig bewirbt das Unternehmen ihn – wie auch jetzt gerade wieder – mit Schnäppchen aus IT und Elektronik. Offenbar bemüht sich der Discounter darum, neben dem Geschäft in den Filialen ein stabiles Online-Business aufzubauen.

Im Gegensatz zu den oft deutlich vergünstigten, aber eben nur auf wenige Produkte begrenzten Angeboten in den Filialen weist der Onlineshop ein breites Sortiment auf. Im Mittelpunkt stehen häufig benötigte IT-Produkte im Preisbereich unter 400 Euro, also Notebooks, externe Festplatten, Drucker, Tablets, Monitore sowie ein bisschen Peripherie für die virtuelle Quengeltheke – wozu Lidl Mäuse, Tastaturen und Notebooktaschen zählt.

Nur wenige der bei Lidls Multimedia-Sale als stark reduziert ausgewiesenen Produkte sind tatsächlich echte Schnäppchen (Screenshot: ITespresso).
Nur sehr wenige der bei Lidls aktuellem Multimedia-Sale als stark reduziert ausgewiesenen Produkte sind tatsächlich echte Schnäppchen (Screenshot: ITespresso).

Während Konkurrent Aldi fast ausschließlich auf den haus- und Hoflieferanten Medion setzt, versucht es Lidl in der Regel mit eingeführten Marken – mit einer auffälligen Vorliebe für Hewlett-Packard. Daneben läuft als B-Brand häufig Packard Bell mit. Von anderen bekannten Herstellern finden sich bei Lidl oft Produkte, die ihren Zenith auf dem Markt schon überschritten haben – aktuell etwa Dells 7-Zoll-Tablet Streak für 129 Euro oder Samsungs Barren-Handy E1050 für 15 Euro – jeweils zuzüglich rund 4 Euro Versandkostenpauschale.

Auch das Archos Family Pad für 265 Euro, bei dem Lidl laut Preisvergleichern derzeit tatsächlich der günstigste Anbieter ist, gehört in diese Kategorie. Denn das zur CeBIT angekündigte Family Pad 2 steht schon in den Startlöchern, der Preisrutsch für den Vorgänger also unmittelbar bevor.

Diese Strategie führt dazu, dass die Angebote oft verlockend aussehen, bei näherem Hinsehen aber gar nicht mehr so attraktiv sind: Entweder gibt es dieselben Produkte woanders zu ungefähr dem selben Preis oder man bekommt für einen kleinen Aufschlag woanders ein wesentlich aktuelleres Produkt.

Eine Ausnahme sind Handys: Da Lidl hier oft sein Starterpaket dazulegt, um so Käufer von seinem Mobilfunkangebot zu überzeugen, bekommt man für den selben Preis wie woanders oft mehr Leistung – was sich lohnt, falls man ohnehin darüber nachdenkt, Lidl-Mobilfunker zu werden.

Die zweite Ausnahme sind “Highend-Restposten” – also Produkte, die schon paar Monate auf dem Markt sind, aber bei der Markteinführung nicht irgendwelche beliebigen Geräte waren, sondern auf der Höhe der Zeit und daher nun Käufern, die nicht ganz vorne bei der technischen Entwicklung dabei sein wollen, durchaus noch ein vernünftiges Produkt zu einem inzwischen erschwinglichen Preis bieten. Ein Beispiel dafür bei der aktuellen Lidl-Verkaufsaktion ist Sonys Camcorder HDR-PJ-10-EB: er wechselte laut Preisvergleicher Billiger.de vor einem halben Jahr noch für knapp über 500 Euro den Besitzer, bei Lidl ist er nun für 399 Euro im Angebot.

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