Windows Blue: Microsoft macht erste vage Andeutungen

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Mit dem, was Microsoft unter dem Codenamen “Blue” entwickelt, sollen “Geräte und Services” des Konzerns vorangebracht werden. Echte Details stellt das Unternehmen für Ende Juni in Aussicht: Dann findet die Konferenz Build 2013 statt.

Microsoft hat in einem Blogeintrag erstmals bestätigt, dass es unter dem Codenamen “Blue” Updates für seine Windows-Betriebssysteme entwickelt. Damit will der Konzern “Geräte und Services voranbringen”, schreibt Microsoft-Sprecher Frank X. Shaw. Chief Evangelist Steve Guggenheimer kündigt parallel die Entwicklerkonferenz Build 2013 an, die vom 26. bis 28. Juni im Moscone Center in San Francisco stattfindet.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass die geplanten Updates auch unter dem Namen “Blue” veröffentlicht werden, sind Shaw zufolge gleich null. Es wird erwartet, dass Blue Verbesserungen und Verfeinerungen für Windows auf zahlreichen Geräten bringt, von Smartphones über Tablets bis hin zu Servern.

Der Blogeintrag von Frank Shaw unterstreicht auch einen wichtigen Wechsel in Microsofts Strategie, den er als “grundlegende Verlagerung unseres Geschäfts von einer Softwarefirma zu einem Geräte- und Dienste-Unternehmen” beschreibt. Die neue Ära, in der Microsoft Geräte baue und Dienste bereitstelle, hatte CEO Steve Ballmer Ende November 2012 auf der Aktionärsversammlung seines Unternehmens angekündigt. “Das ist wirklich ein ganz neues Zeitalter für unser Unternehmen”, versicherte er den Anteilseignern damals.

Details zu seinen Plänen für Windows, Windows Server, Windows Azure, Visual Studio und weitere Produkte will das Unternehmen Ende Juni auf seiner Entwicklerkonferenz Build vorstellen. Karten für die Veranstaltung kosten 2095 Dollar. Frühbucher erhalten einen Rabatt von 500 Dollar. Dafür stellt Microsoft allerdings nur ein Kartenkontingent von 500 Stück zur Verfügung.

Die zuletzt im Internet aufgetauchte Preview von Windows Blue wird von einigen Testern inzwischen als ein Hinweis darauf angesehen, dass sich Microsoft auf lange Sicht vom klassischen Windows-Desktop verabschieden wird. Neue Funktionen wie die Möglichkeit, auch mit der neuen Oberfläche zwei Fenster gleichzeitig darzustellen, gäben Nutzern weniger Anlass, zum klassischen Desktop zu wechseln. Zudem stehen viele Funktionen, die bisher der Desktop-Systemsteuerung vorbehalten waren, künftig offenbar auch unter der neuen Windows-Oberfläche zur Verfügung.

Möglicherweise verfolgt Microsoft aber auch nur das Ziel, die Bedienung seines neuesten Betriebssystems zu vereinfachen. Eine Antwort auf diese Frage könnte eine öffentliche Vorabversion von Windows Blue liefern, die nun für die Entwicklerkonferenz Build erwartet wird.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]