Neue Spam-Welle mit falschen Zahlungsaufforderungen rollt

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Der gemeinnützige Verein Naiin warnt vor einer E-Mail-Schwemme mit falschen Zahlungsaufforderungen. Sie ist besonders deshalb erfolgreich, weil Namen und vielfach auch Anschrift der Empfänger korrekt sind. Mit den Mails wird jedoch ein Lösegeld-Trojaner verbreitet.

Der Naiin e.v. hat in seiner Eigenschaft als Verbraucherschutzorganisation vor einer aktuellen E-Mail-Schwemme mit falschen Zahlungsaufforderungen gewarnt. Die Spam-Mails bringen im Datei-Anhang unter anderem einen Verschlüsselungstrojaner – so genannte Ransomware – mit.

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Laut Naiin erlebt man im Januar 2013 bereits eine ähnliche Kampagne. In den vergangenen Tagen sei allerdings ein neuer Höhepunkt der kriminellen Aktivitäten erreicht worden.

Erfolgreich ist die Spam-Welle unter anderem deshalb, weil sie Betroffene in Anlehnung an Mails seriöser Online-Shops anmahnt, einen noch offenen Betrag – meist zwischen 500 und 1000 Euro – für eine angebliche Bestellung zu begleichen. Dabei werden die Empfänger mit ihrem korrekten Namen angesprochen, zudem wird ihre von den Spammern vermutete Wohnanschrift genannt. Die ist in einigen Fällen zutreffend, in anderen veraltet oder willkürlich zusammengesetzt.

“Gerade die direkte Anrede mittels Vorname und Nachname verleitet natürlich viele Internet-Nutzer dazu, der vermeintlichen Zahlungsaufforderung besondere Aufmerksamkeit zu schenken und den schädlichen Dateianhang zu Öffnen”, erklärt Dennis Grabowski von Naiin. Die seit fast 13 Jahren bestehende gemeinnützige Organisation hat über ihre Internet-Beschwerdestelle eine Vielzahl an entsprechenden Hinweisen erhalten.

Die vermeintliche zip-Datei im Anhang umfasst in einigen der geprüften Fälle einen Trojaner der Familie Matsnu beziehungsweise RansomLock. Der Trojaner ist in der Lage, einzelne Dateien oder die gesamte Festplatte infizierter Rechner zu verschlüsseln. Gegen Zahlung eines Lösegeldes wird Betroffenen dann die Freigabe der verschlüsselten Daten angeboten.

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