Apple lässt sich Fallschutz für Smartphones patentieren

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Diese Woche hat Apple ein Patent auf eine Technologie zugesprochen bekommen, die verhindern soll, dass Smartphones beim Runterfallen auf dem Display landen. Um das Gerät im Fallen zu Drehen, zieht Apple mehrere Möglichkeiten in Betracht.

Damit die Glas-Front keinen Kratzer abbekommt, falls das iPhone aus Versehen auf den Boden fällt, hat sich Apple einen Schutzmechanismus für elektronische Geräte patentieren lassen. Dieser soll dafür sorgen, dass sich das iPhone während des Falles dreht, sodass es nicht auf dem Display, sondern auf den Kanten oder der Rückseite aufkommt. In dem Patentantrag wird das iPhone ausdrücklich erwähnt. Ein Einsatz der Technologie ist aber auch bei Tablets oder Laptops denkbar.

Ein iPhone: Nicht auf´s Display gefallen und trotzdem kaputt (Bild: Kai Schmerer)
Ein iPhone: Nicht auf´s Display gefallen und trotzdem kaputt (Bild: Kai Schmerer).

Die Sensoren des Gerätes, also Neigungssensor und Beschleunigungssensor oder auch die Kamera, erkennen, dass das Handy herunterfällt. Sie bestimmen dann unter anderem seine Lage, wie schnell es fällt und wie weit es noch vom Boden entfernt ist. Sogar frühere Abstürze sollen in die Berechnungen einfließen können.

Um das Gerät – falls nötig – zu drehen, hat Apple mehrere Möglichkeiten skizziert. Dazu zählen bewegliche Gewichte, die das Handy durch Verlagerungen ausrichten. Auch über kleine Gasflaschen denkt Apple nach, die ähnlich wie Steuerraketen bei Satelliten funktionieren sollen und das iPhone während des Falls durch kurze Ausstöße drehen.

Eine etwas einfachere Ausprägung dieser Vorgehensweise findet sich schon in vielen Notebooks: Damit es nicht zum Totalschaden der Festplatte kommt, wenn der mobile Rechner einmal runterfällt, erkennen sie über einen Beschleunigungssensor den Sturz und sorgen dann dafür, dass der Schreib-Lesekopf der Festplatte arretiert wird. Das verhindert zwar den Schaden am Notebook nicht, sorgt aber doch dafür, dass die Daten auf der Festplatte nicht verloren gehen. Die Technologie wird von den Festplattenherstellern angeboten und den Notebook-Anbietern unter unterschiedlichen Begriffen vermarktet.

Das Patent hat Apple im September 2011 beantragt. Diese Woche wurde es genehmigt. Bis der Schutzmechanismus serienreif ist und im iPhone oder iPad zum Einsatz kommt, wird es aber mit Sicherheit noch einige Zeit dauern. Und in der Zeit sollte sich Appel überlegen, was man dagegen tun kann, dass Displays auch dann Schaden nehmen, wenn das Handy “nur” auf den Kanten landet.

[Mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

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