Zielgruppe Kleinunternehmen: Sage Software stellt Sage One vor

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Die in Großbritannien und Irland schon bewährte Cloud-Plattform Sage One wird nun auch in Deutschland eingeführt. Mit den darüber bereitgestellten Werkzeugen spricht Sage vor allem Selbstständige und kleine Unternehmen an, für die Buchhaltung eher Pflicht als Passion ist.

Sage Software baut sein als Sage One vermarktetes Cloud-Angebot nun auch in Deutschland weiter aus. Mit Sage One richtet sich der Anbieter an Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern, die keine oder wenig Vorkenntnisse bei der Buchhaltung haben. Ihnen soll das Angebot helfen, die komplette Unternehmensführung mit einer Software abzudecken.

Dabei geht der Anbieter von zwei grundsätzlich bekannten Tätigkeiten aus: Der Kontoführung und dem Schreiben von Rechnungen. Daraus wird ohne Fachchinesich die gesamte Buchhaltung aufgebaut, werden Formulare für die Finanzbehörden befüllt und Übersichten erstellt. Den Steuerberater ersetzt das Programm allerdings nicht: Tricks und Kniffe zur Reduzierung der Steuerlast darf die Software nicht geben.

Der Startbildschirm von Sage One (Screenshot: Sage Software).
Der Startbildschirm von Sage One (Screenshot: Sage Software).

Das Online-Angebot von Sage setzt sich aus dem Angebot Einfach Lohn für die Lohnabrechnung, einer für das Personalmanagement und einer für das Kundenmanagement zusammen.

Es wird durch die Online-Bezahllösung Sage Pay ergänzt. Die in Großbritannien schon fest etablierte Lösung soll seit Ende 2012 auch hierzulande die Zahlungsabwicklung erleichtern. Sie unterstützt unterschiedliche, den Kunden vertraute Bezahlvorgänge und konzentriert sich auf die dahinterliegende Abwicklung. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern, die vom Anbieter in der Regel einen Obolus pro Transaktion und einen Anteil am Umsatz verlangen, operiert Sage mit einer festen Gebühr von rund 34 Euro für 1000 Transaktionen.

Alle Bestandteile von Sage One werden nicht mehr als Lizenzen verkauft, sondern als Software-as-a-Service im Web bereitgestellt. Dementsprechend werden auch Jahresverträge abgeschlossen, nicht Einmalzahlungen verlangt. Kunden können zunächst zwischen zwei Varianten wählen: Die monatliche Gebühr für Sage One Angebot und Rechnung liegt pro Nutzer und Monat bei 9,95 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Sage One Finanzen und Buchhaltung verlangt der Anbieter für 16,95 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Der Dokumentendesigner von Sage One hilft, Rechnungen auch küpnftig an das Kunden vertraute Erscheinungsbild anzupassen - etwa durch den Import von Firmenlogo (Screenshot: Sage Software)
Der Dokumentendesigner von Sage One hilft, Rechnungen auch küpnftig an das Kunden vertraute Erscheinungsbild anzupassen – etwa durch den Import von Firmenlogo (Screenshot: Sage Software)

Für Sage One hat die deutsche Sage Software GmbH das Programm von Entwicklern in Leipzig auf die deutschen Rechtsverhältnisse und länderspezifischen Gegebenheiten anpassen lassen. “Für die Anwender von Sage One erübrigt sich die Beschäftigung mit tiefgehenden Buchhaltungsfragen. Dafür sorgt nicht allein die sehr benutzerfreundliche Oberfläche des Programms, sondern auch viele gezielt eingebaute Automatismen”, erklärt Christopher Baxter, Leiter des Bereichs Online-Services bei Sage.

Zum Beispiel stoße das Programm automatisch einen Abgleich von Kundenrechnungen und Zahlungseingängen an. Und es starte mit einem Klick den Prozess der Umsatzsteuervoranmeldung, der die Daten über eine integrierte ELSTER-Schnittstelle ans Finanzamt sendet. Als Vorteil nennt Baxter auch, dass Sage One keine Installation am PC erfordert. Damit lasse sich etwa vom Büro und von zuhause aus zugreifen – eine Situation, die gerade in der Zielgruppe der Kleinfirmen nicht selten sein dürfte.

Für Kunden, die einen Browser auf Basis der WebKit-Engine benutzen, also Firefox oder Chrome, ist die Nutzung des Angebots problemlos möglich. Anwender mit Internet Explorer sollten Version 9 oder 10 verwenden, Version 8 kann manche Darstellungsprobleme verursachen, die ohnehin schon veraltete Version 7 wird gar nicht mehr unterstützt.

Sage One richtet sich zunächst an Firmen, die ihren Schwerpunkt auf Dienstleistung legen. Warenwirtschaft, Business Intelligence (also Berichte und Analysen) und Dokumentenmanagement sind derzeit nicht enthalten. Sie werden möglicherweise später ergänzt. Mittelfristig plant Sage das Angebot zudem mit “Sage One Advanced” auszubauen. Diese Variante richtet sich dann an Firmen mit 5 bis 25 Arbeitsplätzen. Zum Zeitpunkt der Markteinführung hat Sage derzeit noch keine Angaben gemacht.

Die Rechnungsübersicht in Sage One (Screenshot: Sage Software).
Die Rechnungsübersicht in Sage One (Screenshot: Sage Software).
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