Ringring zahlt Geld an Empfänger von Anrufen

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Telefon-Minutenpreise zu erhalten statt zu bezahlen ist eine neue Geschäftsidee des österreichischen Unternehmers Martin Dejmek. Für  seine virtuellen Telefonnummern für jeden Anlass unter dem Namen Ringring bekam er bereits Fördergelder.

Zunächst ist die Idee, Geld für Anrufe auszuzahlen, nur eine Osteraktion von Ringring. Ist sie erfolgreich, wird sie möglicherweise aber doch zum Dauerprodukt. Das Hauptgeschäft des Unternehmens sind Dienstleistungen (PDF).

Ringring-Chef Martin Dejmek
Wandelte das Prinzip der Instant-Mail-Adressen aufs Telefon um und liefert nun auch Geld für Telefon-Spam: Ringring-Gründer Martin Dejmek (Foto: Ringring)

Der Telekommunikationsdienst der Österreicher bietet fürs Telefonieren das, was E-Mail-Anbieter schon länger für die elektronische Post offerieren: Wegwerf-Adressen, in diesem Fall Wegwerf-Telefonnummern, und das auch noch kostenlos.

Inbegriffen ist eine Sprachbox; die Funktionalität von Ringring lässt sich als Sprach-Erweiterung für Web-Anwendungen integrieren. Unternehmen können so für jedes Produkt und jede Marketingaktion eine neue Nummer nutzen. Einziger Nachteil: Diese Telefonnummern bleiben Eigentum von Ringring und können nicht portiert werden.

Die neue Werbeaktion “Make Money” macht Anrufe auf Rinring-Nummern zu Geld: Die Festnetznummern mit Berliner oder Wiener Vorwahl sind im Regelfall kostenfrei für Anrufer und Angerufene, weil  sie durch Werbung auf der Website finanziert sind – die Ringring-Telefonmailbox blieb bislang werbefrei.

Die Osteraktion ändert das vielleicht, den njeder Anruf wird bezahlt – egal ob von Freunden oder von Telefonmarketing-Spezialisten. “Ausgehend von den aktuellen Nutzungszahlen werden unsere Top-User ab jetzt bis zu 10 Euro pro Monat verdienen, ohne dass sie dafür etwas tun müssen, außer ihre Sprachbox auf RingRing umzustellen”, erklärt Firmengründer Dejmek. Bis zu 2 Cent pro Minute erhält der Angerufene. Der Pferdefuß: Erst wenn 20 Euro erreicht sind, kann sich der Nutzer den Betrag überweisen lassen. Dafür muss er also sehr viel Werbung hören.

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