Deutsches Cloud-Start-up ProfitBricks bekommt Finanzspritze

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ProfitBricks hat ein neues Konzept für IaaS (Infrastructure-as-a-Service) entwickelt und im Mai 2012 auf den Markt gebracht. Für die weitere Markterschließung schießt der Investor United Internet jetzt noch einmal 15 Millionen Euro zu.

Die Idee hinter dem Unternehmen ProfitBricks www.profitbricks.com ist es, mit einem virtuellen Rechenzentrum den Cloud-Computing-Markt umzukrempeln. Seit dem markteintritt im Mai 2012 scheint das Geschäft gut zu laufen. Inzwischen wurde das Angebt um eine einfacher zu bedienende grafische Benutzeroberfläche, dem Data Center Designer, und der Möglichkeit ergänzt virtuellen Servern im laufenden Betrieb mehr Hardware-Ressourcen zuzuweisen. Besonderheit ist zudem, dass ProfitBricks auf InfiniBand als Netzwerktechnologie setzt und dadurch hohe Performance erreicht.

profitbricks-logo

Der Anbieter verspricht zudem ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die amerikanische Cloud-Computing-Konkurrenz. Diesen Anspruch unterstreicht er, indem er minuten-basierende, benutzungsabhängige Abrechnung anbietet. Darüber hinaus wurde die gesamte Technologie in Deutschland entwickelt und auch die Rechenzentren stehen in Deutschland und unterliegen damit dem hierzulande geltenden strengen deutschen Datenschutz.

“ProfitBricks beschleunigt die Entwicklung hin zu ‘echtem’ Cloud Computing und bietet heute eine der technologisch am weitesten entwickelten Infrastrukturen”, sagt Ralph Dommermuth von der United Internet AG. “Die Vision der Gründer ist es, Geschwindigkeit und Flexibilität in der Cloud voranzutreiben. Ich bin vor allem stolz darauf, dass mit ProfitBricks ein deutsches Unternehmen technologisch auf dem Internet-Weltmarkt ganz vorne mitspielt.”

Die Anerkennung drückt Dommermuth auch in barer Münze aus: Nachdem das 2010 gegründete Unternehmen bisher mit einer Finanzierung von 14,5 Millionen Euro von der United Internet AG und seinen Gründern ausgestattet war, bekommt es jetzt noch einmal 15 Millionen Euro von der Dommermuth-Firma.

Das Geld soll hauptsächlich in die Weiterentwicklung der Produkte gesteckt werden und helfen, neue vertikale Märkte zu erschließen. Für die Expansion in andere Länder wird dann wohl die nächste Finanzierungsrunde erforderlich.

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