HP-Forscher stellen neue Technik für 3D-Bildschirme vor

ForschungInnovation
(Natur / http://www.nature.com/nature/journal/v495/n7441/fig_tab/nature11972_SV3.html)

Entwickler des Konzerns haben eine Technologie vorgestellt, bei der für den 3D-Effekt keine Brille notwendig ist. Sie soll auch auf kleinen Displays funktionieren. Geräte wie Uhren oder Smartphones könnten künftig mit solch einem besonders dünnen 3D-Bildschirm ausgestattet sein.

HP-Wissenschaftler um David Fattal haben im Wissenschaftsmagazin Nature eine neue Technologie für 3D-Effekte auf mobilen Geräten vorgestellt. Unter dem Titel “A multi-directional backlight for a wide-angle, glasses-free three-dimensional display” erklären sie, dass auf dem transparenten Bildschirm Rillen für den ohne Spezialbrille wahrnehmbaren 3D-Effekt verantwortlich sind.

(Natur / http://www.nature.com/nature/journal/v495/n7441/fig_tab/nature11972_SV3.html)
HP-Forscher haben im Magazin Nature eine neue Technologie für 3D-Screens für mobile Geräte vorgestellt (Screenshot: ITespresso bei Nature).

Durch diese Rillen werde das einfallende Licht in bestimmte Richtungen abgeleitet. So entstehe für den Betrachter der 3D-Effekt, weil die Augen das einfallende Licht aus verschiedenen Winkeln wahrnehmen. Das Gehirn wiederum setze diese Informationen zu einem dreidimensionalen Bild zusammen.

Beim Ansatz der HP-Wissenschaftler komme eine besonders dünne Linse zum Einsatz. Somit ließen sich deutlich dünnere Smartphones herstellen. Mit den mehrere Millimeter dicken 3D-Displays sei das den HP-Forschern zufolge nur eingeschränkt möglich. Allerdings bietet zum Beispiel LG bereits 3D-Smartphones an. Dies können nicht nur Videos in 3D aufnehmen, sondern auch abspielen und sind – zum Beispiel das P720 Optimus 3D Max mit 9,6 Millimetern – auch nicht so viel dicker als 3D-lose Geräte in dieser Klasse.

Als weitere Besonderheit heben die HP-Techniker hervor, dass sich jedes Pixel individuell steuern lässt. Damit könne man verhindern, dass die Bilder aus unterschiedlichen Blickrichtungen anders wirken. Für die Darstellung von 3D-Bildern sind sehr hohe Auflösungen nötig, weil ja nur Teilbereiche der Pixel sichtbar sind. Die HP-Lösung könne neben 3D-Bildern auch 2D-Darstellungen anzeigen.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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