Google stellt Evernote-Konkurrenz Keep vor

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Mit Keep lassen sich Notizen und Listen erstellen. Audionotizen werden automatisch in Text umgewandelt. Inhalte synchronisiert Keep über Google Drive. Nutzen lässt sich das Online-Notizbuch als Webdienst oder mit einer Android-App.

Google hat ein eigenes Online-Notizbuch vorgestellt. Das Keep genannte Angebot ist mit Drive verknüpft ist und synchronisiert seine Inhalte darüber mit anderen Geräten. Es ist als Webdienst oder mit einer kostenlosen Android-App nutzbar, die bereits bei Google Play zum Download bereitsteht. Die App setzt Android 4.0 oder höher voraus. Eine App für iOS oder andere Plattformen ist bislang nicht angekündigt.

Die Android-App für Google Keep (Bild: Google)
Die Android-App für Google Keep (Bild: Google)

Mit Keep lassen sich Notizen und Listen erstellen. Mit der Android-App sind außerdem Audionotizen möglich, die Keep automatisch in Text umwandelt. Sie erlaubt darüber hinaus, die Notizen mit Fotos zu ergänzen. Ein Widget macht Google Keep vom Startbildschirm aus zugänglich, ab Android 4.2 sogar auf dem Sperrbildschirm.

Die Notizen stellt Keep in einer Rasteransicht wie angeheftete Post-it-Zettel mit auswählbaren Farben dar. Eine Suchfunktion findet einzelne Einträge. Schlagworte lassen sich den Notizen allerdings nicht zuordnen. Auch der Webdienst erlaubt das Einfügen von Bildern, bietet aber insgesamt deutlich weniger Funktionen. In den kommenden Wochen soll es außerdem möglich werden, Notizen direkt in Google Drive hinzuzufügen und zu bearbeiten.

Das Online-Notizbuch tritt gegen Microsofts Onenote und vor allem Evernote an, das im Gegensatz zu Keep aber bereits für zahlreiche Plattformen verfügbar ist. Außerdem gibt es davon mit Evernote Business auch eine für die Zusammenarbeit in Unternehmen geeignete Variante.

Mit der automatischen Umwandlung von diktierten Notizen bietet Keep allerdings einen Vorteil – hält aber bei weiteren Features noch nicht mit und bleibt teilweise sogar hinter dem im Juni 2012 eingestellten Vorgänger Google Notebook zurück. Weitere Vorteile könnten sich jedoch künftige durch die Verknüpfung mit weiteren Google-Diensten ergeben.

[mit Material von Casey Newton, ZDNet.com]

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