3D-Druck-Messe Make Munich findet Ende April statt

DruckerKomponentenWorkspace

Als “Deutschlands erste Maker-Messe” bezeichnen die Veranstalter ihr Event, das am 20. und 21. April in Münchnen stattfinden soll. Gezeigt werden die verschiedensten 3D-Drucker, Materialien und Funktionsweisen. Im Begleitprogramm können selbst 3D-Drucker gebaut und Modelle gedruckt werden.

Mehr ein Liebhaberprojekt als eine professionelle Messe wird das 3D-Druck-Ereignis Make Munich in der Tonhalle am Münchner Ostbahnhof: “Auf der Messe stehen das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Inspirieren und Spaß-Haben im Mittelpunkt”, beschreiben die 3D-Enthusiasten Nils Hitze von Dienstleister 3DDinge.de und Karim Hamdi von 3D-Druck-Vermittler Fabbeo die Veranstaltung.

Damit holen die 3D-Profis das Metier aus den Elfenbeintürmen des professionellen Rapid Prototyping heraus – ein Trend, der sich bereits vergangenes Jahr andeutete und durch zahlreiche Produktvorstellungen halbwegs erschwinglicher 3D-Drucker auf der CeBIT fortsetzte.

3D-Drucker X.400
Der große 3D-Drucker Protos X.400 baut Modelle im Maxiformat. Für das Modell der Kathedrale (links oben auf dem Printer) benötigte er 80 Stunden ohne Aufsicht (Bild: ITespresso.de).

Dass das 3D-Drucken bald noch günstiger möglich sein wird als bisher, soll ein Zwei-Tage-Workshop auf der Messe zeigen. Für 960 Euro werden zehn Teilnehmer nicht nur lernen, wie man einen 3D-Drucker zusammenbaut, sondern können das fertige Gerät, das im Preis inbegriffen ist, auch gleich mitnehmen. Für die Teilnahme gilt erst einmal die Devise “wer zuerst kommt, mahlt zuerst”, denn die Ressourcen sind noch recht begrenzt. Für den Selbstbau-Workshop kommt extra ein Team aus Berlin: Morris Winkler und Bram De Vries zeigen den Zusammenbau des 3D-Druckers Prusa3. Anmelden kan man sich per E-Mail.

Neben Workshops zum Drucken, Hacken und allerlei anderen kreativen familienfreundlichen Veranstaltungen, etwa T-Shirt-Druck, kommt auch der professionelle Anteil nicht zu kurz. So sind die großen Profimodelle wie der Protos X.400 der German Reprap GmbH, mit einem Bauraum von 65 mal 65 mal 70 Zentimetern zu sehen, wie sie zahlreiche Autozulieferer, Chemiekonzerne oder Bauunternehmen schon nutzen.

3D-Drucker zum Mitnehmen
Der kleine 3D-Drucker als Rucksack ist nur einer von vielen kreativen Einfällen, die auf der “Make Munich” zu sehen sein werden (Bid: ITespresso.de).

Die kreativen Bastler, die sich selber “Maker” nennen, sind – so sie noch nicht teilnehmen – aufgerufen, ihre Do-it-Yourself-Projekte zu zeigen und zu verkaufen. Die Preise für private Präsentationen sind erschwinglich (kostenlos und 42 Euro pro Tisch bei Verkausabsicht), professionelle Teilnehmer zahlen mehr. Mindestens 50 Anbieter habe man bereits dabei, freuen sich die Veranstalter.

Auch die Eintrittspreise werden klein gehalten, um vor allem die Veranstaltungshalle zu bezahlen. Wer will, kann selbst 3D-Daten mitnehmen und auf Workhops ausdrucken. Eine Messegesellschaft hat man wohlweislich nicht in Anspruch genommen. Der kreative Effekt und die Aufbruchstimmung sind den “Makern” zu wichtig, um sie nicht mit zu viel Professionalität zu ersticken.

Zur Vorveranstaltung der Münchner kamen bereits Abgesandte der Messe Erfurt, um sich zu informieren. Sie planen, selbst eine 3D-Druck-Messe – in Kürze berichten wir mehr dazu. Zu den Sponsoren des Münchner  Events zählen auch Google und die 3D-Printerhersteller Makerbot und Fabbster. Was diese genau vor haben, ist noch nicht bekannt.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen