Umsätze mit PCs gingen im Februar um zehn Prozent zurück

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Für das gesamte erste Quartal geht IDC nun ebenfalls von einem Minus von fast zehn Prozent aus. Zwischen April und Juni liegt der Rückgang den Prognosen der Marktforscher zufolge bei 5 bis 6 Prozent. Sie rechnen frühestens im zweiten Halbjahr mit einer Erholung des Markts – wenn überhaupt.

IDC hat seine bisherige Prognose für den PC-Markt deutlich nach unten korrigiert. Den neuen Angaben zufolge sollen im ersten Quartal 2013 die Zahlen verkaufter PCs zwei Prozent niedriger ausfallen als bisher angenommen. Grund sind die jetzt vorliegenden Zahlen für Februar. Sie zeigen ein geringeres Wachstum in China.

Bisher ist IDC von einem Minus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgegangen, sagte Loren Loverde, Program Vice President für IDCs Worldwide PC Tracker. “Die Februar-Daten legen jedoch die Vermutung nahe, dass sich der Rückgang im ersten Quartal fast dem zweistelligen Bereich nähert.”

Auch die zahlreichen Ultrabooks und Convertibles der vergangenen Wochen, etwa von Hewlett-Packard, haben dem PC-Markt noch keine entscheidenden Impulse geben können (Bild: ITespresso).
Auch die zahlreichen Ultrabooks und Convertibles der vergangenen Wochen, etwa von Hewlett-Packard, haben dem PC-Markt noch keine entscheidenden Impulse geben können (Bild: ITespresso).

Im zweiten Quartal werde der Markt für PCs im mittleren einstelligen Prozentbereich schrumpfen, ergänzte Loverde. Mit einer Besserung sei – wenn überhaupt – erst im zweiten Halbjahr zu rechnen. “Um im zweiten Halbjahr überhaupt ein positives Wachstum zu erreichen, brauchen wir einige attraktive neue PC-Designs und gegenüber Tablets und anderen Produkten konkurrenzfähigere Preise.”

Auf China entfielen 2012 laut IDC 21 Prozent aller PC-Verkäufe. Das Land war damit der größte PC-Markt der Welt. Im ersten Quartal hätten das chinesische Neujahrsfest und andere Faktoren die Nachfrage jedoch belastet. Dazu gehörten Einschnitte bei den Regierungsausgaben ebenso wie Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption. Im März werden die Zahlen nach Ansicht von IDC zwar besser ausfallen, aber dennoch nicht so gut sein, dass sie den schwachen Februar ausgleichen können, so IDC weiter.

Anfang des Monats senkte IDC bereits seine Schätzung für das gesamte Jahr 2013. Demnach werden die Hersteller in diesem Jahr 1,3 Prozent weniger Computer verkaufen als im Vorjahr. Zuvor war IDC noch von einem Plus von 2,8 Prozent ausgegangen. Im vierten Quartal 2012 hatte das Unternehmen ein Minus von 8,3 Prozent ermittelt, den größten in einem Weihnachtsquartal jemals festgestellten Rückgang.

Tablets bleiben hingegen ein Wachstumsmarkt. IDC zufolge werden in diesem Jahr weltweit 190,9 Millionen solcher Geräte verkauft. Im Dezember 2012 war IDC nur von 172,4 Millionen Stück ausgegangen.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]