So viel verdienen Freelancer in der IT-Branche

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In einer Umfrage des Projektvermittlers Gulp, an der mehr als 2000 Freelancer teilgenommen haben, ergibt sich ein durchschnittlicher Stundensatz von 79 Euro. Mitberechnet sind auch Zeiten, die IT-Freiberufler für Projektakquise, Verwaltung und Weiterbildung benötigen. Grundsätzlich sind Selbständige in der IT zufrieden.

Der Projektvermittler Gulp befragte auch dieses Jahr wieder Freelancer in der IT-Branche nach Einkünften, Kosten und der Art der Auftragserteilung. Teilnehmen konnten auch nicht im Vermittlungsportal angemeldeten Selbständigen, und so kam Gulp auf 2107 ausgefüllte Fragebögen.

Ergebnis: Die meisten Freiberufler arbeiten um die 18 Tage im Monat direkt im Kundeneinsatz. Für die Besorgung von Aufträgen, Verwaltung – etwa Buchhaltung und Weiterbildung – benötigen sie rund drei Tage. Und je kleiner der Auftragnehmer, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er direkt für den Auftraggeber arbeitet. Größere Firmen kommen dagegen oft über Vermittler an Aufträge.

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Nur 3,8 Prozent der Freiberufler wagen es, über 130 Euro pro Stunde zu verlangen. Die Mehrheit liegt bei rund 79 Euro. (Grafik: Gulp)

Im Schnitt erhalten die IT-/Engineering-Selbstständigen einen Stundensatz von 79 Euro pro Stunde, ergibt die Honorarbefragung. Nur ein Drittel der Befragten arbeitet zu Stundensätzen von unter 70 Euro. Bei 17,3 Prozent fließen dagegen sogar über 100 Euro pro Stunde in die Kasse.

IT-Stundensätze - die Aussichten 2013
Nur ein minimaler Teil der Freiberufler in der IT-Branche glaubt, 2013 die Honorare senken zu müssen. Über die Hälfte geht von Preisstabilität aus (Grafik: GULP).

Dabei bleiben die meisten bei den derzeitigen Stundensätzen, denn nach den Zukunftsaussichten befragt, rechnen 53,8 Prozent mit stabilen Preisen im Jahr 2013. 40,9 Prozent wollen ihre Forderungen an die Auftraggeber erhöhen, denn 44,7 Prozent der IT-/Engineering-Freelancer erhalten in ihren derzeitigen Projekten bereits einen höheren Stundensatz als im Projekt davor. Der Fachkräftemangel treibt offenbar die Preise für Spezialisten in die Höhe.

Da ist es kaum ein Wunder, dass 88,4 Prozent mit ihrer momentanen beruflichen Situation zufrieden sind. 78,9 Prozent sind der Meinung, dass einem Selbstständigen unterm Strich mehr zum Leben übrig bleibt, als einem Festangestellten.

Ein Viertel der aktuellen Projekte wurde direkt beauftragt, vor allem bei kleineren Anbietern. Bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten weltweit kamen 82,5 Prozent der IT-/Engineering-Projekte ohne Vermittler zustande. 72,9 Prozent der Selbstständigen kamen über einen zwischengeschalteten Vermittler an ihr aktuelles oder ihr zuletzt durchgeführtes Projekt.

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Den Großteil der monatlichen Arbeitszeit verbringen die Freelancer mit ihren Projekten. Rund drei Tage gehen für Papierkram, Kundenakquise und Weiterbildung drauf (Grafik: Gulp).
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