Ezeep will Druckerverwaltung sexy machen

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Zur CeBIT hat Ezeep eine Android-App für mobiles Drucken vorgestellt. Die iOS-Variante gibt es schon länger. Spannend wird es aber Mitte des Jahres: Da soll Ezeeps cloudbasierende Plattform für Druckmanagement die Beta-Phase verlassen und Firmen beim Druckmanagment helfen – egal ob mobil oder stationär.

Ezeep möchte mit mobilen Diensten und mithilfe von Cloud-Computing nichts weniger, als eine völlig neue Art des Druckens ermöglichen. Im Augenblick stehen mit der zur CeBIT verfüpgbaren Android-App und der schon länger verfügbaren iOS-App zwei Bausteine öffentlich bereit – die zwar publikumswirksam zeigen, was man kann, eigentlich aber irreführend sind. Denn mittelfristig will CEO Sascha Kellert immerhin “das Drucken einfach machen – und zwar überall dort, wo es Drucker gibt, und so den Druckermarkt revolutionieren.”

Rechtzeitig zur CeBIT hat Ezeep seine Android-App fürs hestellerunabhängige Drucken fertiggestellt (Bild: Ezeep).
Rechtzeitig zur CeBIT hat Ezeep seine Android-App fürs hestellerunabhängige Drucken fertiggestellt (Bild: Ezeep).

Die Revolution bestehe zunächst darin, dass sich mit Ezeep plattformübergreifend, unabhängig vom Druckermodell und ohne Treiberinstallation drucken lasse. Damit will Kellert die Vielzahl der derzeit verfügbaren Apps der einzelnen Hersteller ablösen. Aber auch Ansätze, via E-Mail an den Drucker Dokumente auszugeben, wie sie HP mit ePrint und Samsung in Partnerschaft mit Ringdale verfolgt, hält Kellert für viel zu kompliziert und im Alltag wenig praktikabel.

Außerdem ist Drucken von mobilen Geräten aus – obwohl sie mit immer mehr von Mitarbeitern in Firmen eingeschleppten privaten Geräten noch verstärkt – ja nur ein Teil des Problems: Gerade im Mittelstand ist die Verwaltung von Druckgeräten, Nutzerberechtigungen und eventuell die Möglichkeit, Gäste drucken zu lassen aufwändig, zeitraubend und teuer – ohne, dass dem Unternehmen ein echter Zusatznutzen dadurch entsteht, denn Drucken zu können, wird einfach als gegeben hingenommen.

Ezeep verweist auf Studien, die ermittelt haben, dass Firmen im Durchschnitt 1 bis 3 Prozent ihres Umsatzes für Druckkosten ausgeben. Mit Ezeep könne der Betrag um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Nahezu ähnliche Einsparungen versprechen auch die großen Anbieter von Managed Print Services oder Output-Management.

Auf diesem armen, kleinen Drucker könnte auf der CeBIT 2013 die Revolution im Druckmanagement begonnen haben (Bild: ITespresso).
Auf diesem armen, kleinen Drucker könnte auf der CeBIT 2013 die Revolution im Druckmanagement begonnen haben (Bild: ITespresso).

Allerdings eignen sich deren Ansätze in der Regel für Großfirmen, sie gehen aber an den Bedürfnissen mittelständischer Nutzer vorbei. Genau hier will Ezeep im Sommer ansetzen. Wer keine Angst hat, die Verwaltung seiner Druckerlandschaft einem in Deutschland gehosteten SaaS-Angebot anzuvertrauen, kann das ab dann tun.

Derzeit erprobt Ezeep das Angebot noch mit ganz unterschiedlichen, zahlenden Kunden – darunter als prominentestem dem MIT in Boston. Neben Bildungseinrichtungen sieht Kellert aber auch Hotels, private Kliniken oder ähnlich strukturierte Unternehmen als Kunden, die schon in der Anfangsphase des Dienstes davon profitieren könnten. Auch die Deutsche Telekom teste derzeit die cloud-basierte Printlösung von Ezeep.

Der Umsatz für Mobile-Printing-Lösungen soll sich laut IDC 2016 weltweit auf rund 1,3 Milliarden Dollar belaufen. Den Analysten zufolge waren es 2010 erst 68,3 Millionen Dollar – sie rechnen also mit satten Wachstumsarten. Und Lyra Research prognostiziert ein enormes Wachstum: 2012 waren es den Marktforschern zufolge weltweit rund 100 Millionen “mobil” gedruckte Seiten, 2015 sollen es 2 und 2020 rund 10 Milliarden Seiten sein. Solche Zahlen haben auch die Investoren aufhorchen lassen: Bei Ezeep an Bord sind neben dem ehemaligen Skype-Investor Michael Jackson auch Mangrove Capital Partners und Europas der High-Tech Gründerfonds (HTGF).

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