Microsoft präsentiert Forschungsarbeiten

ForschungInnovation

Auf dem TechFest 2013 zeigt Microsoft seine aktuellen Forschungen zu Big Data und Big-Screen-Prototypen. Visulisierung von Informationen und bessere Bedienerführung stehen im Mittelpunkt. Automatische Lernprozesse von Softwareprodukten sind ebenfalls Teil der Research-Bemühungen.

Viele der Forschungsprojekte von Microsoft Research beziehen sich auf Big Data, Maschinenlernen und Natural User Interface. Neue Interaktionsformen mit “großen Office-Displays” sollen für produktivere Meetings sorgen.

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Eines der Forschungsprojekte Microsofts beschäftigt sich damit, wie man dem Sensorensystem Kinect beibringt, was die Hände eigentlich tun. (Bild: Microsoft)

Microsoft-Forscher führen auf ihrer jährlichen Veranstaltung TechFest beispielhafte Technologien vor, an denen sie arbeiten. Viele von ihnen stehen im Zusammenhang mit den Bereichen Big Data, Maschinenlernen und Natural User Interface. Außer am Eröffnungstag sind die Präsentationen nur für Microsoft-Mitarbeiter zugänglich. Am 5. März hatten jedoch auch eine Reihe von Journalisten, Kunden und Partnern die Chance, sich zumindest über einen Teil der Forschungsprojekte zu informieren.

Viele der vorgestellten Projekte zeigen den aktuellen Stand jahrelanger Forschungen. SketchInsight beispielsweise ist eine Weiterentwicklung des interaktiven Whiteboard-Systems Sketch Vis. Es nutzt Texterkennung, Gestenerkennung sowie Stift- und Toucheingaben, um ein “smartes” Whiteboard zu schaffen.

ViralSearch erlaubt es, “virale” Inhalte wie über Twitter verbreitete Nachrichten und Fotos zu visualisieren, um die Quellen von Trendthemen zu ermitteln. Das webbasierte Visualisierungssystem SandDance konzentriert sich ebenfalls auf einfach zu erstellende und aufschlussreiche Datenvisualisierungen.

Maschinenlernen ist schon länger ein Schwerpunkt von Microsoft Research. Inferno soll Anwender ohne besondere Expertise zur Datenanalyse mit Ein-Klick-Bedienung befähigen. Es setzt dabei auf Maschinenlernen, um Muster in großen Datenmengen und sinnvolle Reaktionen in bestimmten Situationen zu erkennen. Es baut auf Infer.Net auf, einem von Microsoft Research Cambridge entwickelten Framework für modellgestütztes Maschinenlernen.

Microsoft stellte außerdem Big-Screen-Prototypen ganz groß heraus – wie die von Perceptive Pixel
entwickelten Displays, einem von Microsoft im letzten Jahr akquirierten Unternehmen. Die Forscher zeigten mögliche Interaktionsformen mit “großen Office-Displays”, die in kommenden Jahren für produktivere Meetings sorgen sollen.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]