Sicherheitsrisiko durch Smartphone-süchtige Mitarbeiter

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Immer mehr Unternehmen berichten über verlorengegangene Mobilgeräte. Damit sind oft auch geschäftliche Daten in Gefahr. Richtlinien für die Benutzung von Smartphones haben nur begrenzte Wirkung. Denn viele Mitarbeiter halten sich nicht daran und können auf ihr Smartphone nicht verzichten, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Der Trend zu Mobilgeräten und insbesondere zu (Bring your own device) BYOD wird für immer mehr Unternehmen zum Problem. Die Hälfte der Unternehmen hat schon mal ein mobiles Gerät verloren, auf dem geschäftliche Daten gespeichert waren. Das geht aus einer Studie des Sicherheits- und Compliance-Spezialisten Varonis hervor.

Der Verlust der Geräte hat laut Studie bei mehr als einem Fünftel der Fälle Sicherheitsprobleme verursacht.

Süchtig nach Smartphones

Den Mitarbeitern ist die Problematik durchaus bewusst. So sind 57 Prozent der Meinung, dass der BYOD-Trend auch die Gefahr mit sich bringt, dass Daten verloren gehen oder gestohlen werden. 86 Prozent allerdings ziehen daraus keine Konsequenzen und speichern weiterhin wichtige persönliche oder geschäftliche Daten auf den Mobilgeräten.

In der Varonis-Mitteilung heißt es sogar, dass viele Mitarbeiter “süchtig” nach den Geräten seien. Denn sage und schreibe 86 Prozent nutzen ihr Smartphone oder Tablet-PC sogar Tag und Nacht, 44 Prozent können auch während der Mahlzeiten nicht darauf verzichten.

Immerhin 20 Prozent der Befragten bezeichnen selbst als “Fast-Workaholic“. Und für sieben Prozent ist die Trennung zwischen Arbeit-und Berufsleben auch nicht mehr vorhanden.

BYOD-Richtlinien bringen wenig

Auch die Einführung der vielfach geforderten Richtlinien für den geschäftlichen Umgang mit den Mobilgeräten hat offenbar keinen durchschlagenden Erfolg. Unternehmen, die über solche Richtlinien verfügen, verzeichnen einen Rückgang der Sicherheitsvorfälle um nur fünf Prozent.

Als Sicherung der Mobilgeräte setzen 57 Prozent der Unternehmen auf Passwortschutz, 35 Prozent können vermisste Mobiltelefone per Fernzugriff zurücksetzen und 24 Prozent verwenden Verschlüsselung.

Als weiteres Problem von BYOD sehen die Autoren der Studie, dass die Produktivität sinkt. Demnach würde ein Viertel der Befragten ihr Smartphone auch während der Arbeitszeit für private Zwecke nutzen und zwar häufiger als sie gegenüber ihren Vorgesetzten zugeben.

Wer den kompletten Bericht lesen will, kann ihn auf der Webseite von Varonis herunterladen.

Das Unternehmen Varonis Systems mit Sitz in New York ist in Deutschland weniger bekannt, in den USA aber durchaus eine Größe. So hat das Marktforschungsunternehmen Gartner Varonis im Bereich Risk Management und Compliance mit dem Titel “Cool Vendor” ausgezeichnet.