Internet-Vater Vint Cerf will Tiere ins Netz holen

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Er träumt davon, so alle Arten fühlender Wesen miteinander zu verbinden. So ließe sich erforschen, was es bedeutet, mit jemandem zu kommunizieren, der kein Mensch. Irgendwann könnte man dieses Wissen vielleicht für die Verständigung mit Außerirdischen nützlich sein.

Vint Cerf hat auf der Konferenz TED seine Vision eines “Interspecies Internet” (artübergreifendes Internet) vorgestellt. Diese Plattform würde seine rMeinung nach nicht mehr nur zwischenmenschliche Kommunikation ermöglichen, sondern auch die mit Tieren – oderirgendwann vielleicht auch mit Außerirdischen.

(Bild: Veni Markovski/Wikipedia)
(Bild: Veni Markovski/Wikipedia)

An einem Entwurf dieses Konzepts hat der “Vater des Internet” zusammen mit dem Musiker Peter Gabriel, Neil Gershenfeld, Physiker am MIT und der Erkenntnispsychologin Diana Reiss gearbeitet. “Alle Arten fühlender Wesen können verbunden werden. Wir beginnen so zu erforschen, was es bedeutet, mit jemandem zu kommunizieren, der keine Person ist”, zitiert The Verge Cerfs Beschreibung des Konzepts.

In den letzten Jahren hat es mehrfach Versuche gegeben, über Technik mit Tieren Delfinen, Elefanten oder Affen zu kommunizieren. Der Zoo von Miami setzt etwa iPads ein, um mit Affen zu “sprechen”.

Für Cerf ist aber auch das nur der Anfang. “Das bedeutet, dass wir durch die Kommunikation mit anderen Arten lernen, wie wir letztlich mit einem Außerirdischen von einem anderen Planeten kommunizieren können. Ich kann es kaum erwarten.”

Solche Gespräche mit Aliens sind Teil von Cerfs anderer Vision- dem “Interplanetary Internet”, also einem Intenret, das Planeten umfasst, Satelliten und Asteroiden, robotergesteuerte Weltraumfahrzeuge und auch bemannte Raumfahrt. Diese Vision sieht Cerf als schon teilweise realisiert an. Schließlich gebe es Google+-Hangouts mit Astronauten der International Space Station, und auf der Erde könne man Bilder vom Mars sehen, die das FahrzeugMars Curiosity Rover aussende.

Vinton “Vint” Gray Cerf gilt als einer der “Väter des Internets” und ist heute als Internet Evangelist für Google tätig. Im Herbst vergangenen Jahres prognostizierte Cerf, dass “abgedrehte und verrückte Dinge” zur Palette verbundener Geräte hinzukommen werden, die heute von üblichen Smartphones über Tablets zu Internet-verbundenen Surfboards reicht. Wahrscheinlich dachte er schon damals an Interspecies und Interplanetary Internet.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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