Dell und VMware machen Fortschritte bei ihrem VDI-Angebot

Netzwerke

Die dafür benötigten Server, Storage-Komponenten, Netzwerkhardware, Thin Clients und Verwaltungssoftware für die Infrastruktur kommt von Dell. VMware steuert die eigentliche Desktopvirtualisierung. Vermarktet wird das Angebot als Dell DVS Enterprise – Active System 800 für VDI mit VMware Horizon View 5.2.

Dell und VMware beginnen jetzt, gemeinsam vorkonfigurierte Infrastrukturen für Virtual-Desktop-Umgebungen bereitzustellen. Das haben die beiden Firmen auf der Konferenz VMware Partner Exchange in Las Vegas angekündigt. Die gemeinsame Lösung nennt sich Dell DVS Enterprise – Active System 800 für VDI mit VMware Horizon View 5.2. Die Grundzüge der Partnerschaft hatten die beiden Firmen schon im August vergangenen Jahres während der VMworld 2012 bekannt gegeben.

OptiPlex 9010 All-in-One (Bild: Dell)
OptiPlex 9010 All-in-One (Bild: Dell)

Teil des nun verfügbaren Pakets sind Server, Storage, Netzwerkhardware, Thin Clients und Infrastruktur-Verwaltungssoftware von Dell. Wesentliche Elemente liefert außerdem der von Dell im November gekaufte Cloud- und Software-Management-Provider Gale Technologies. Die eigentliche Desktop-Virtualisierung kommt mit Horizon View von VMware. Das Paket soll Firmen erlauben, eine solche Umgebung schnell und einfach einzuführen.

Dell-Managerin Janet Diaz erklärt, die Lösung sei “in der Lage, VDI zusammen mit allgemeinen und spezifischen Aufgaben wie Cloud- und Firmensoftware in einer konvergierten Infrastruktur zu betreiben.” Pro Knoten würden bis zu 135 User unterstützt. Eine Skalierung lasse sich einfach und schnell durchführen, Storage Load Balancing laufe automatisiert und auch der Datenschutz sei berücksichtigt.

In den USA wird Dell DVS Enterprise – Active System 800 mit VMware Horizon View ab März verfügbar sein. In anderen Ländern soll das Paket ab Sommer angeboten werden. Dell hatte sich für den Bereich nicht nur mit dem Kauf von Gale Technologies gerüstet, sondern auch mit der Übernahme des als Thin-Client-Spezialisten großgewordenen Unternehmens Wyse Technology.

Allerdings wäre es verfehlt, VDI-Landschaften heute lediglich als Backend für Thin Clients zu sehen: Alle Anbieter sehen den Ansatz, Desktops zu virtualsieren, auch als Möglichkeit, dem Problem der heterogenen Endgeräte Herr zu werden – wozu Trends wie BYOD (Bring your own Device), zunehmende Mobilität und flexiblere Arbeitszeitmodelle – etwa Arbeit aus dem Home Office – beitragen. Außerdem ist die Kooperation mit VMware ein Schritt, auch beim klassischen PC-Geschäft den von Dell anvisierten Schritt vom Produkthersteller zum Mega-Systemhaus zu machen.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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