Samsung trennt mit Knox private und geschäftliche Daten

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Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Samsung das Sicherheitssystem Knox vorgestellt. Dessen Grundlage ist das von der NSA entwickelte Security Enhanced Android. Mit Knox lassen sich private und geschäftliche Daten eines Nutzers trennen und Android-Apps in die Firmen-IT integrieren.

Samsung hat auf dem Mobile World Congress 2013 in Barcelona ein Sicherheitssystem für Android-Smartphones vorgestellt. Samsung Knox soll vor allem Enterprise-Kunden für die Produkte der Koreaner gewinnen. Damit tritt das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit Blackberry und geht aber auch über das Angebot hinaus, dass Apple Firmenkunden macht.

Mit Knox will Samsung Android-Geräten zum Durchbruch in Firmen verhelfen (Bild: Samsung).
Mit Knox will Samsung Android-Geräten zum Durchbruch in Firmen verhelfen (Bild: Samsung).

Mit Knox reagiert Samsung auf den als Bring your own Device (BYOD) bezeichneten Trend, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte bei der Arbeit nutzen. Ähnlich wie bei Blackberry Balance erlaubt es Samsung Knox, geschäftliche und private Daten von Mitarbeitern schon auf Anwendungsebene voneinander zu trennen. Dadurch werde das Risiko von Datenverlusten, Vireninfektionen und Malware-Angriffen reduziert, so Samsung.

Knox baut auf das von der US National Security Agency (NSA) entwickelte Security Enhanced Android (SE Android) auf. Es unterstützt Integritätsmanagement-Services, die in die Hardware und das Betriebssystem implementiert sind. Zudem ist Knox kompatibel zu Mobile-Device-Management-Angeboten und VPN-Produkten sowie Verzeichnisdiensten.

“Der Knox-Container, der einfach über ein Icon auf dem Homescreen aufgerufen werden kann, bietet eine Vielzahl von Enterprise-Applikationen in einer sicheren Umgebung, etwa E-Mail, Browser, Kontakte, Kalender, Zusammenarbeit, Datenaustausch, CRM und Business Intelligence”, heißt es in einer Pressemitteilung von Samsung.

Knox erlaubt es aber auch, vorhandene Apps aus dem Android-Ökosystem in eine sichere Unternehmensumgebung zu integrieren. Änderungen am Quellcode der Anwendung sind laut Samsung nicht notwendig.

Laut Bob Tinker, CEO des Mobile-Device-Management-Spezialisten MobileIron, etabliert Samsung mit Knox Android als eine wichtige Computing-Plattform für Unternehmen. Knox übertreffe sogar die Sicherheitsanforderungen vieler Firmen und Regierungsorganisationen. MobileIron selbst bietet Lösungen für Sicherheit und Management für mobile Apps, Dokumente und Geräte an und unterstützt Samsung Knox.

[mit Material von Ben Woods, ZDNet.com]

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