Die beliebtesten Smartphone-Anbieter: Samsung, Sony und Apple

2013 verspricht ein interessantes Jahr im Smartphone-Markt zu werden. 2012 konnten Apple und Samsung Marktanteile und Gewinne nahezu nach Belieben unter sich aufteilen. 2013 wollen Blackberry, HTC, LG, Nokia und Sony wieder ein Wörtchen mitreden. Aber haben sie bei den Konsumenten überhaupt noch eine Chance?

von Peter Marwan 0


Die Mobilfunkwelt fiebert dem Mobile World Congress entgegen. Zahlreiche Hersteller haben bereits Ankündigungen gemacht, was sie dort zeigen wollen, andere halten sich noch zurück – oder haben ihr Pulver schon auf der CES verschossen. Im Vorfeld der Messe hat ITespresso seine Leser gefragt, von welchem Hersteller sie derzeit am liebsten ein Telefon kaufen würden.

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In der Gunst der Umfrageteilnehmer liegt Samsung klar vorne: Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) würde sich ein Smartphone der Koreaner kaufen, wenn er wie in der Fragestellung unterstellt, sich morgen für eines entscheiden müsste. Das ist nicht völlig überraschend, sondern spiegelt ein Stück weit den Markt wieder: Samsung hat laut einer aktuellen Analyse von IDC 2012 mehr Smartphones, Tablets und PCs verkauft als Apple.

Die Koreaner steigerten ihren Absatz in der als “Smart Connected Devices” zusammengefassten Kategorie gegenüber 2011 um 119 Prozent auf 250 Millionen Stück. Apple lieferte 218,7 Millionen Macs, iPads und iPhones aus, was einem Plus von 44 Prozent entspricht. 2011 lag Apple in diesem Segment noch vor Samsung.

IDC zufolge profitierte Samsung vor allem von der Beliebtheit seiner Smartphones. Zudem habe es im vergangenen Jahr mehr Notebooks verkauft als Apple. Unangefochtener Primus ist Apple nur noch bei Tablets.

Insgesamt legte der Markt für “Smart Connected Devices” im vergangenen Jahr um 29,1 Prozent zu. Für das Wachstum seien aber einzig Tablets und Smartphones verantwortlich gewesen, deren Zahlen um 78 beziehungsweise 46 Prozent anstiegen. Lenovo verbesserte sich leicht, Hewlett-Packard und Dell verbuchten rückläufige Verkaufszahlen. Bei HP beträgt das Minus 8,5 Prozent, bei Dell 12,9 Prozent. Laut IDC ist der Grund dafür, dass beide Firmen weder Smartphones noch Tablets im Programm hatten.

Im vierten Quartal 2012 konnte Apple nach Schätzungen eines Analysten der Investmentbank Canaccord Genuity 72 Prozent der Profite der Smartphone-Branche für sich verbuchen, 13 Prozent mehr als im Vorquartal, heißt es weiter in Michael Walkleys Analyse.

2012 belaufe sich der Anteil des iPhone-Herstellers auf 69 Prozent. Apple habe im vergangenen Quartal auch gemessen an den Verkaufszahlen seinen Anteil erhöht. Dieser sei von 6,3 Prozent im dritten Quartal auf 10 Prozent gestiegen. Im laufenden ersten Vierteljahr rechnet Walkley aber wieder mit einem niedrigeren Marktanteil für Apple.

Die Zahlen aus der aktuellen ITespresso-Umfrage unterstützen diese Annahme: 15 Prozent der Befragten wünschten sich ein Apple-Smartphone. Damit kommt der iPhone-Hersteller sogar nur auf Platz drei – ganz knapp hinter Sony, von dem sich gerne 16 Prozent der Befragten ein Telefon kaufen würden.

Bei den Lesern von ITespresso stehen Smartphones von Samsung eindeutig am höchsten in der Gunst. es folgen Sony und Apple. HTC und Google sind ebenfalls gut im Rennen, Nokia holt auf, Blackberry und LG liegen weit abgeschlagen zurück (Grafik: ITespresso)

Bei den Lesern von ITespresso stehen Smartphones von Samsung eindeutig am höchsten in der Gunst. es folgen Sony und Apple. HTC und Google sind ebenfalls gut im Rennen, Nokia holt auf, Blackberry und LG liegen weit abgeschlagen zurück (Grafik: ITespresso).

Das Spitzenquartett wird – etwas überraschend – durch HTC komplettiert: Die Taiwaner konnten 13 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Damit liegen sie noch deutlich vor Google, dass mit seinen Nexus-Geräten in den vergangenen Monaten für viel Aufregung gesorgt hat – einerseits, weil sie ordentliche Technik zu einem günstigen Preis bieten, andererseits, weil Google entweder vom Interesse der Käufer überrascht wurde oder es Probleme mit der Lieferkette gab – vielfach waren die Google-Geräte einfach nicht lieferbar.

Nicht ganz zufrieden sein kann Nokia, dass bei sieben Prozent der Befragten in der Gunst ganz oben stand. Allerdings deutet der Wert dennoch darauf hin, dass sich die Finnen stabilisiert haben und das doch ein gewisses Interesse für Windows-Phone-Geräte vorhanden ist. Möglicherweise wäre der Wert sogar etwas höher, wenn die Umfrage etwas später stattgefunden hätte, denn erst während des Umfragezeitraums kam mit dem Lumia 620 ein Einsteigergerät auf den Markt. Zuvor waren die Windows-Phones doch recht teuer.

Die Dominanz Apples und Samsungs bei den Smartphone-Profiten zeigt zugleich die Probleme der anderen Hersteller. Auch wenn sich das Wachstum bei den beiden Branchenführern zuletzt leicht abschwächte, übertreffen ihre Ergebnisse weiterhin die von Blackberry, Nokia, HTC, Motorola Mobility und anderen Anbietern deutlich. Samsung warnte allerdings im vergangenen Monat davor, dass die Konkurrenz in diesem Jahr weiter zunehmen und das Wachstum bei Smartphones zurückgehen werde. Das ist vorsichtig – und wie die ITespresso-Umfrage zeigt, auch richtig, denn die “Kleinen” holen auf.

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Autor: Peter Marwan
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