Chrome 25: Google spendiert seinem Browser Spracherkennung

Mit der JavaScript Web Speech API lässt sich Spracherkennung in Webanwendungen integrieren. Zudem schließt 22 Sicherheitslücken und deaktiviert Google die Installation von Erweiterungen ohne Zustimmung des Nutzers. Die mit Chrome 24 eingeführte Funktion MathML schalten die Entwickler ebenfalls ab.

von Stefan Beiersmann 0


Google hat Final von Chrome 25 bereit gestellt. Siel kann ab sofort für Windows, Mac OS X, Linux und Chrome Frame heruntergeladen werden. Wichtigste Neuerung ist die Unterstützung der JavaScript Web Speech API. Mit ihr können Entwickler Spracherkennung in ihre Webanwendungen integrieren.

Die Spracherkennung hatte Google erstmals im Januar vorgestellt. Anhand einer Demo zeigt der Suchriese, wie sich etwa Text diktieren und anschließend per E-Mail versenden lässt. Als ein weitere Einsatzmöglichkeit nennt er, Figuren in Browserspielen mithilfe von Sprachbefehlen zu steuern. Generell sollen Nutzer bald alle möglichen Webanwendungen per Sprache steuern können.

Das neue Release beseitigt außerdem 22 Schwachstellen. Das Risiko, das von neun Anfälligkeiten ausgeht, stuft Google als “hoch” ein. Ein Angreifer könnte Schadcode einschleusen und innerhalb der Sandbox ausführen. Chrome 25 beseitigt unter anderem einen Pufferüberlauf beim Decodieren von Audio-Dateien im Vorbis-Format, Probleme beim Umgang mit Fehlermeldungen von Plug-ins und einen Use-after-free-Bug bei der Verarbeitung von Datenbanken. Weitere Fehler treten bei der Verarbeitung von SVG-, PDF- und Matroska-Dateien auf.

Die Sicherheit von Chrome verbessert Google zudem dadurch, dass es die Installation von Erweiterungen ohne Bestätigung durch den Anwender deaktiviert. Den Versionshinweisen zufolge haben die Entwickler auch den Support von HTML5-Datums- und Zeiteingaben verbessert sowie die Fehlerbehandlung von WebGL überarbeitet.

Des Weiteren deaktiviert Google aus Sicherheitsgründen die mit Chrome 24 eingeführte Funktion MathML, die die Darstellung mathematischer Formeln im Browser erlaubt. Ihre Implementierung in WebKit sei doch noch nicht für den produktiven Einsatz geeignet. MathML werde nach der Beseitigung der Sicherheitsprobleme in einem späteren Release wieder aktiviert.

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