Im April endet Microsofts Support für Windows 7 RTM

Wer Windows 7 noch mit der “Release to Manufacture”-Version betreibt und nicht die käufliche Version mit Service Pack 1 benutzt, bekommt keine kostenlosen Sicherheits-Updates mehr.  Der kostenpflichtige “Extended Support” für die RTM-Variante läuft noch bis Januar 2014.

von Stefan Beiersmann 0

Microsoft hat in einem Blogeintrag darauf hingewiesen, dass der Support für Windows 7 RTM (Release to Manufacturing) am 9. April endet. Danach erhalten Nutzer von Windows 7 nur noch dann Sicherheitsupdates, wenn sie das Service Pack 1 installiert haben. In der Regel stellt der Softwarekonzern die Unterstützung für ein spezielles Release wie eine RTM-Version 24 Monate nach der Veröffentlichung eines neuen Service Packs ein.

ms_windows_7-v6Der kostenlose Mainstream Support für Windows 7 SP1 steht noch bis zum 13. Januar 2015 zur Verfügung. Danach beginnt der kostenpflichtige Extended Support, der bis zum 14. Januar 2014 erhältlich ist. Während dieser Phase verteilt Microsoft jedoch weiterhin Sicherheitspatches gratis an alle Nutzer des OS. Die genauen Unterschiede zwischen Mainstream und Extended Support erläutert Microsoft im Springboard-Blog.

Bisher ist nicht klar, ob Microsoft überhaupt ein zweites Service Pack für Windows 7 herausbringen wird. Der Softwarekonzern wollte sich auf Nachfrage von ZDNet USA nicht zu dieser Frage äußern. Es wird angenommen, dass Microsoft künftig jährlich eine Aktualisierung seines Betriebssystems vornehmen wird, statt etwa alle drei Jahre eine vollständig überarbeitete Windows-Version anzubieten, die dann mit Service Packs weiter gepflegt wird.

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Während des Extended Support erhalten Kunden von Microsoft weiterhin kostenlose Sicherheitsupdates (Bild: Microsoft).

Der Umstieg auf einen neuen Release-Zyklus wird wahrscheinlich eine Änderung der Upgrade-Richtlinien einiger IT-Abteilungen nach sich ziehen. Bisher ziehen viele Firmen einen Umstieg auf eine neue Windows-Version frühestens nach Freigabe des ersten Service Packs in Betracht.

Microsofts Office Division scheint hingegen in absehbarer Zeit an Service Packs festzuhalten. Seit Mitte Januar verteilt das Unternehmen an ausgewählte Tester eine Beta von Office 2010 Service Pack 2. Einem Sprecher zufolge enthält die Vorabversion einige speziell für das SP2 entwickelte Fixes. Sie sollen die Stabilität, Leistung und Sicherheit der Office-Anwendungen verbessern. Darüber hinaus seien alle öffentlichen Updates und Hotfixes enthalten, die Microsoft seit dem SP1 bereitgestellt habe.

Zudem steht Nutzern von Exchange Server 2010 seit Anfang der Woche das Service Pack 3 zur Verfügung. Es bringt Support für Windows Server 2012 und Internet Explorer 10 mit sich. Das SP3 wird zudem benötigt, wenn Exchange Server 2010 zusammen mit Exchange 2013 Cumulative Update (CU) 1 eingesetzt werden soll.

Mit Exchange 2013 steigt Microsoft auf ein neues Service-Modell für Exchange um. Bei den CUs handelt es sich um vollwertige Produkt-Releases, die unabhängig von den sonstigen Sicherheitsupdates sind. Sie sollen regelmäßig erscheinen, damit sich Kunden auf die enthaltenen Fixes vorbereiten können. Für die noch un^terstützten Vorgängerversionen Exchange 2007 und 2010 wird es weiterhin die bekannten Rollup-Updates geben.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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