InnovationMobileNewsNews MobileWearable

Apples Armbanduhr rückt angeblich in Reichweite

0 0 3 Kommentare

Gerüchte um ein Armbanduhren-ähnliches Gerät von Apple gibt es schon länger. Laut einem Bericht in der New York Times wird es jetzt jedoch langsam ernst: Das Blatt will erfahren haben, dass Apple mit dafür erforderlichen gebogenen Glasoberflächen experimentiert.

Nach Informationen der New York Times arbeitet Apple an einem Armbanduhr-ähnlichen Gerät mit iOS und gebogener Glasoberfläche. Das hat die Zeitung von “mit Apples Forschungen vertrauten Quellen” erfahren. Die wollen jedoch anonym bleiben, weil sie sich nicht zu unveröffentlichten Produkten äußern dürfen.

Die mit Apples Billigung seit vergangenem Jahr hergestellte "iWatch".
Die mit Apples Billigung seit vergangenem Jahr hergestellte “iWatch”.

Auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas waren vergangenen Monat schon einige vergleichbare Geräte zu sehen. Dazu zählen etwa die via Kickstarter finanzierte Pebble Watch, die sich mit Android- und iOS-Geräten synchronisiert, um Textnachrichten oder Anruferdaten anzuzeigen, sowie die Passport Watch von Martian, die zusätzlich Sprachbefehle unterstützt.

Die New York Times gilt in Sachen Apple als in der Regel gut informiert. Ob die als “iWatch” bezeichnete Armbanduhr aber jemals erhältlich sein wird, ist fraglich. Denn Apple entwickelt stetig neue Designstudien und Prototypen, die jedoch niemals in den Handel kommen.

Gerüchte um eine intelligente Armbanduhr von Apple kursieren schon länger. Ende vergangenen Jahres berichtete die chinesische Website tech.163.com von einer “iWatch” mit 1,5 Zoll großem OLED-Display. Sie soll sich via Bluetooth mit einem iPhone verbinden lassen und dessen Funktionen teilweise bereitstellen können, möglicherweise sogar den Sprachassistent Siri. Mit der Markteinführung sei in der ersten Hälfte des nächsten Jahres zu rechnen.

Das LG-GD910: Einst als James Bonds schickes Luxus-Handy am Handgelenk beworben, jetzt als Auslaufmodell im Abverkauf: Das LG GD910 (bild: LG Electronics).
Das LG-GD910: Einst als James Bonds schickes Luxus-Handy am Handgelenk beworben, jetzt als Auslaufmodell im Abverkauf: Das LG GD910 (Bild: LG Electronics).

Viele Branchenbeobachter halten das Konzept für realistisch und vielversprechend. Nick Bilton vom Bits-Blog der New York Times geht schon länger davon aus, dass Wearable Computing kurz vor dem Durchbruch steht ist und sich führende Technologiefirmen beeilen, mit Produkten auf den Markt zu kommen. Die Marktforscher von Forrester rechnen damit, dass Apple, Google, Microsoft, Amazon und Facebook diesen Bereich mit ihren eigenen Plattformen besetzen wollen.

Mit seiner SmartWatch bietet Sony für 99 Euro bereits eine intelligente Armbanduhr an, die zu den meisten Android-Smartphones kompatibel sein soll. Sony sieht sie als Miniaturausgabe eines Smartphones, da sie sich bis zu einer Entfernung von zehn Metern mit diesem verbinden kann. Sie bietet Fitness-Apps, zeigt Smartphone-Informationen an und kann beispielsweise dessen Musikplayer steuern. Ähnliche Funktionen stellt das LG GD910 bereit. Das Handy Uhr mit MP3-Player, Video-Call-Funktion und Bluetooth wird auf der deutschen Website von LG allerdings schon als “Auslaufmodell” bezeichent, in Großbritannien dagegen bieten es zahlreiche große Handelsketten an.

Bevor die “echte” iWatch kommt wäre allerdinsg zu klären, was mit der mit Billigung von Apple und teilweise sogar in dessen Shops angebotenen iWatch von Lunatik geschieht. Denn es ist nur schwer vorstellbar, dass der Konzern neben seiner Uhr ein fremdes Produkt toleriert.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.