Steve Wozniak mahnt Apple zu unvermindertem Fleiß

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“Andere haben aufgeschlossen”, meint der Apple-Mitgründer in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Wettbewerber lobt er darin für ihre “momentan großartigen Produkte”. Den Umgang mit Apples Sprachsteuerung Siri findet er, wie schon früher einmal angemerkt, immer noch schwierig.

Apple Mitgründer Steve Wozniak hat in einem Interview mit der Wirtschaftswoche aus den frühen Tagen Apples berichtet. Gleichzeitig hat er aber auch Kritik an derzeitigen Produkten des Unternehmens geübt. “Momentan sind wir meiner Meinung nach im Smartphone-Geschäft mit den Features etwas hinterher”, sagte er. “Andere haben aufgeschlossen. Aber gerade deswegen, weil sie momentan großartige Produkte machen.”

Steve Wozniak (Bild: Stephen Shankland/CNET)
Steve Wozniak (Bild: Stephen Shankland/CNET)

Mit “wir” meint er Apple, mit dem er sich nicht nur als Mitarbeiter Nummer 1 verbunden fühlt. Als “eine Art symbolischer Verbundenheit” empfindet er, dass er offiziell bei Apple noch immer für einen “zwar eher kleinen Lohn” angestellt ist. Das hat ihn allerdings noch nie daran gehindert, auf seine gewohnt freimütige Art aktuelle Entwicklungen bei seinem Arbeitgeber zu kritisieren.

Im Oktober warf er Apple vor, es sei arrogant geworden und ignoriere Bedürfnisse seiner Kunden. In einem Video-Interview beklagte er wenige Wochen später die nachlassende Kreativität und sorgte sich, dass das Unternehmen zurückfallen könnte.

Diesmal fiel Wozniaks Kritik etwas verhaltener aus. “Ich liebe Siri”, sagte er. “Der Umgang wird auch immer besser. Aber manchmal ist es immer noch schwer, die Dinge zu erfahren, die man eigentlich erfragen will.”

Sich selbst sieht “Woz” nach wie vor als “jemand, der mit Dingen die Welt verändern will”. Es motiviere ihn, sich technische Lösungen auszudenken und mit ihrer Eleganz zu beeindrucken. Auch den Apple II, der das Unternehmen erfolgreich machte, habe er für seinen eigenen Spaß ersonnen. “Steve sah es und war sofort überzeugt, dass man damit Geld machen könnte. Und dank des Apple II konnten wir Gelder bei Investoren einsammeln. Wir waren beide das ideale Team.”

Steve Wozniak hofft darauf, dass Apple auch nach Steve Jobs’ Tod von Managern geprägt wird, die sich bei ihren Entscheidungen von der Apple-Kultur der Vergangenheit leiten lassen: “Ich hoffe, dass das Streben nach den stets besten Produkten für seine Kunden erhalten bleibt.”

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