HP bringt Business-Tintenstrahldrucker mit 70 Seiten pro Minute

Die von HP im November angekündigte Produktreihe Officejet Pro X ist nun im Handel erhältlich. Die Geräte zeichnen sich durch einen neu entwickelten seitenbreiten Druckkopf aus. Zunächst sind mit der neuen Technik zwei Farbdrucker und zwei Multifunktionsgeräte verfügbar. Sie kosten zwischen 399 und 849 Euro.

von Peter Marwan 0


HP verspricht mit seiner neuesten Tintenstrahl-Drucker-Generation die doppelte Geschwindigkeit bei halben Druckkosten im Vergleich zu Farblasergeräten. Hewlett-Packard hatte seine neuen Drucker und Multifunktionsgeräte der Reihe Officejet Pro X bereits im November angekündigt. Im Dezember hatte HP-Chefin Meg Whitman sie dann als ein Beispiel dafür genannt, wie der Konzern mit neuer, innovativer Hardware wieder Boden gut machen will; jetzt sind die Geräte im Handel erhältlich.

Mit dr Druckerreihe Officejet Pro X will Hewlett-Packard Tintenstrahker auf Augenhöhe mit Laserdruckern bringen (Bild: Hewlett-Packard).

Mit der Druckerreihe Officejet Pro X will Hewlett-Packard Tintenstrahker auf Augenhöhe mit Laserdruckern bringen (Bild: Hewlett-Packard).

Die Besonderheit der neuen Bürodruckerreihe ist HPs Pagewide Technology. Damit bezeichnet der Hersteller einen integrierten Druckkopf und vier großvolumige Tintenpatronen. Der starre Druckkopf mit 42.240 Düsen erstreckt sich über die komplette Papierbreite und muss sich beim Druck daher nicht bewegen. Stattdessen wird das Papier unter ihm hindurchgezogen. Der Druckkopf ist für die gesamte Lebenszeit des Gerätes konzipiert, die HP mit vier bis fünf Jahren angibt.

Somit müssen nur die Tintenpatronen ausgetauscht werden. Bei ihnen unterscheidet der Hersteller zwischen den Standard-Patronen mit einer Reichweite von 3000 Seiten (Schwarz) beziehungsweise 2500 Seiten (Farbe) für jeweils rund 108 und 106 Euro oder den XL-Patronen für 9200 respektive 6600 Seiten für je 72 Euro. Bei Einsatz der XL-Patronen ergeben sich daraus laut HP Seitenpreise von 1,2 Cent im Schwarzweißmodus und 4,8 Cent beim Farbdruck. Die Tinte sei dokumentenecht und daher auch für den Einsatz in Bereichen geeignet, in denen dies gefordert ist.

Alle Geräte verfügen serienmäßig über eine automatische Duplexfunktion. Sie lassen sich über USB, Ethernet, WLAN, Bluetooth und HPs E-Print ansteuern beziehungsweise einbinden. Bis auf den Officejet Pro X451 dw sind alle Modelle mit einem zusätzlichen USB-Port an der Vorderseite ausgestattet.

Der Single-Function-Drucker Officejet Pro X451dw kostet 399 Euro. Er schafft in ISO-Qualität 36 Seiten pro Minute, im “Büromodus” bis zu 55 Seiten pro Minute. Die Bedienung erfolgt über ein 5,1-Zentimeter großes Display. Der Officejet Pro X551 dw kostet 599 Euro und druckt bis zu 42 ISO-Seiten bezeihungsweise 70 Seiten im Büromodus. Bei ihm ist ein 10,9-Zoll-Display integriert.

Bei den Multifunktionsgeräten unterscheidet HP auch wieder zwischen dem Einstiegsmodell Officejet Pro X476 dw MFP mit 36 beziehungsweise 55 Seiten pro Minute für 649 Euro und dem Officejet Pro X576 dw MFP mit 42 ISO-Seiten und 70 im Büromodus für 849 Euro.

Für HP sind die neuen Drucker nicht nur eine schöne Innovation, sondern auch strategisch wichtig: Der Konzern hat somit nun endlich eine echte Alternative zu Büro-Laserdruckern im Angebot, bei denen er auf Technologiepartner angewiesen ist. Denkbar ist, dass in absehbarer Zeit auch monochrome Druckgeräte mit der Technologie auf den Markt kommen.

Mit der Idee, einen festen Druckkopf zu nutzen, um mit Tinte schneller zu drucken, steht Hewlett-Packard allerdings nicht alleine da: Brother hat im Dezember mit dem Verkauf seines HL-S7000DN begonnen, der ebenfalls auf diesem Ansatz basiert, aber laut Hersteller sogar bis zu 100 Seiten pro Minute schafft – allerdinsg nur in Schwarzweiß. Der flotte Brother-Drucker arbeitet dazu mit einem feststehenden Keramikdruckkopf in dem 5198 Tintendüsen untergebracht sind. Dieser ist ungefähr 21 Zentimeter breit und druckt so über die gesamte Breite eines DIN-A4 Blattes, während dieses unter ihm durchgezogen wird.

ITespresso hat daher zur Jahreswende die Prognose gewagt, dass 2013 Tintendrucker endlich den schon öfter vorhergesagten Durchbruch im Büroumfeld schaffen. Neben HP und Brother ist besonders Epson dieser Überzeugung. Als Argumente dafür sprechen die inzwischen vergleichbaren Druckgeschwindigkeiten, die Dokumentenechtheit der verwendeten Tinte, die für eine größere Reichweite ausgelegten Tintentanks und der geringere Energieverbrauch.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Druckern aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 12 Fragen auf ITespresso.de.

Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
Chefredakteur
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