Nokia denkt zumindest über ein Tablet nach

CEO Stephen Elop lobt zwar erneut das Zusammenspiel unterschiedlicher Windows-Geräte, schließt jedoch Android als Betriebssystem für die Tablets nicht kategorisch aus. Unklar ist, ob Nokia wirklich noch überlegt oder ob Elop nur die Überraschung nicht verderben will.

von Bernd Kling 0


Nokia-CEO Stephen Elop hat bestätigt, dass sein Unternehmen über den Einstieg in den Tablet-Markt nachdenkt: “Wir haben bisher noch keine Tablets angekündigt, aber das ist etwas, was wir uns sehr genau ansehen”, sagte Elop gegenüber der Australian Financial Review. In Betracht komme ein Tablet mit Windows als Betriebssystem, aber auch ein Android-Gerät sei nicht auszuschließen.

Das Nokia-Forschungszentrum im Westen Helsinkis: Wird hier noch an einem mTablet gebastelt, oder steht dei Markteinführung schon kurz bevor?. (Bild: Nokia).

Das Nokia-Forschungszentrum im Westen Helsinkis: Wird hier noch an einem Tablet gebastelt, oder steht die Markteinführung schon kurz bevor? (Bild: Nokia).

“Wir sehen uns den Markt jetzt sehr genau an, nachdem Microsoft das Surface-Tablet eingeführt hat. Wir versuchen also daraus zu lernen und zu verstehen, wie wir am besten herangehen und zu welchem Zeitpunkt”, so Elop weiter.

Der Nokia-Chef nannte auch Vorzüge des 7-Zoll-Formats, dessen Beliebtheit sich durch Android-Geräte und später auch das iPad Mini erwiesen habe. Auf die gezielte Frage, ob für Nokia auch Android als Betriebssystem für Tablets infrage käme, schien er eher zu Windows zu neigen. Ein ebenfalls anwesender PR-Manager erinnerte ihn jedoch daran, dass dazu noch keine Entscheidung getroffen wäre.

Anfang Januar kam es zu heftigen Spekulationen, da eine spanische Tageszeitung geschrieben hatte, Elop habe ihr gegenüber Android als Betriebssystem für Smartphones von Nokia nicht ausgeschlossen. Nokia dementierte das aber umgehend und führte die Aussage im Anschluß auf einen Übersetzungfehler zurück.

Anfang der 80er-Jahre hatte Nokia mit dem Mikro Mikko schon mal einen tragbaren Computer im Angebot (Bild: Nokia).

Eins ist sicher: Wenn Nokia erneut einen tragbaren Computer bringt, wird dieser völlig anders aussehen als “Mikro Mikko”, den die Finnen Anfang der 80er Jahre verkauften (Bild: Nokia).

Auch Elops weitere Ausführungen mit dem australischen Blatt deuteten darauf hin, dass er Microsofts Betriebssystem klar den Vorzug geben würde, da er das Zusammenspiel verschiedener Windows-Geräte herausstellte. “Wir ziehen jede Option in Betracht. Dabei ist vor allem anzumerken, dass alle Anwender an der ergänzenden Nutzung von Geräten interessiert sind. Wenn man also an das Lumia 920 mit Windows Phone denkt, dann verspricht es eine gut integrierte Erfahrung, wenn man dazu ein Windows-Tablet oder einen PC oder eine Xbox hat. Wir ziehen daher klar zuerst die Microsoft-Seite in Betracht.”

Elop hat nicht zum ersten Mal ein Windows-Tablet angedeutet. In einem Interview mit der Financial Times erwähnte er schon im Oktober 2011 die “eindeutige Synergie” von Nokias Lumia-Smartphones mit Tablets und PCs. Im November 2011 erklärte der französische Nokia-Chef, ein Windows-Tablet seines Unternehmens sei bis Juni 2012 zu erwarten.

Im Dezember 2012 berichtete The Verge über ein Tablet mit Windows RT, das Nokia angeblich auf dem Mobile World Congress 2013 Ende Februar vorstellen will. Es kommt demnach mit einem 10,1 Zoll großen Bildschirm und einer Tastatur, die über einen eigenen Akku verfügt. Die Markteinführung soll zunächst in den USA und exklusiv beim Mobilfunkpartner AT&T erfolgen.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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