Office 2013: DVD nur auf besonderen Wunsch und gegen Geld

Vorgestern hat Microsoft mit dem Verkauf von Ofice 2013 an Privatanwender begonnen, gestern gab es schon den ersten Ärger: Nicht allen Kunden gefällt es, dass der Konzern eine “datenträgerlose Strategie” verfolgt: Auch wer eine Box erwirbt, findet darin keinen Datenträger, sondern nur den “Product Key”.

von Peter Marwan 2


Mit Office 365 Home Premium können Privatanwender die Software-Suite erstmals als Service beziehen. Der UVP dafür liegt bei 99 Euro pro Jahr, das Angebot ist aber auch schon günstiger zu haben: Beispielsweise bieten es die Expert-Märkte ab Marktstart schon für 85 Euro an. Mit Office 365 Home Premium bekommen “normale” Anwender das Nutzungsrecht auf fünf Endgeräten. Studenten kommen günstiger weg: Sie erhalten im Rahmen der University-Edition von Office 365 für 79 Euro ein Vier-Jahres-Abonnement mit dem Recht zur Nutzung auf 2 PCs oder Macs.

Die neuen Office-Versionen für Privatanwender kommen auch in der Box-Version ohne Datenträger (Bild: Microsoft).

Die neuen Office-Versionen für Privatanwender kommen auch in der Box-Version ohne Datenträger (Bild: Microsoft).

Daneben gibt es aber auch künftig die klassischen Einzelplatzlizenzen – zu einem einmaligen UVP zwischen 139 und 539 Euro. Diese sind auf den ersten Blick wie gewohnt in Box-Versionen erhältlich. Allerdings ist schon auf der Box vermerkt, was einige Nutzer verärgert hat: “Product Key enthalten • Kein Datenträger”.

Der Konzern erklärt dazu: “Microsoft verfolgt eine datenträgerlose Strategie: Typischerweise lädt sich der Anwender seine Office-Lösung aus dem Internet und aktiviert diese dann über einen Produkt Key. Dieser Produkt Key ist im Handel erhältlich, eine DVD kann zusätzlich kostenpflichtig bestellt werden.

Allerdings ist für die vollumfängliche Nutzung ein Microsoft-Konto erforderlich. Sonst guckt der Nutzer, wenn er etwa die Software zum Beispiel wegen eines irrepareblen Defekts an seinem Rechner, erneut herunterladen will, in die Röhre.

Update 31. Januar 15 Uhr 16: Inzwischen liegt eine Auskunft von Microsoft vor: Anwender, die eine DVD wollen, müssen sich ebenfalls mit einem Microsoft-Konto anmelden und über die Seriennummer den Datenträger nachbestellen. Für die DVD verlangt Microsoft 9,99 Euro.

Hinweise, wie die DVD bestellt werden kann und was das kostet, hat Microsoft bisher offiziell nicht gegeben. Auf der Microsoft-Website wird lediglich erklärt, dass die Microsoft-Abteilung für Zusatzteile “gegen eine minimale Gebühr” Datenträger schicken kann. In Foren wird diese Gebühr auf circa 15 Euro geschätzt. Ungefähr so viel verlangten nämlich auch andere Softwarehersteller, zum Beispiel von Antiviren-Produkten, die schon länger nur Product-Keys in die Boxen legen.

In der FAQ-Liste für Office 2013 werden Nutzer, die einen Sicherungsdatenträger eines Microsoft-Produkts wünschen, an die Microsoft-Abteilung für Zusatzteile verweisen. Die sei unter der Nummer 0180 5 672 255 erreichbar. Dort wurde ITespresso heute vormittag allerdings von einer Ansage mit starkem südosteuropäischen Akzent mehrmals damit vertröstet, dass wegen hohen Anruferaufkommens alle Mitarbeiter beschäftigt seien. In der Endloswarteschleife blieben auch die Versuche stecken, von der Hilfe des Microsoft-Online-Stores unter 0800 8 088 014 eine Auskunft zu erhalten.

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Autor: Peter Marwan
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2 Antworten zu Office 2013: DVD nur auf besonderen Wunsch und gegen Geld

  • 31. Januar 2013 à 18:06 von gobst

    Schmeißt den Mist in die Ecke. Es gibt nicht nur MS-Office.

    • 1. Februar 2013 à 07:02 von hgast

      wollte ursprünglich mein Windows 8 damit ergänzen, aber Office ohne Datenträger werde ich nicht kaufen. Schade Microsoft, wird wohl ein Flopp werden …

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