Tausende HP-Drucker über Googles Suchmaschine auffindbar

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Auf die Drucker lässt sich über das Internet zugreifen. Aufgrund fehlender Passwörter können Unbefugte die Geräte in einigen Fällen neu konfigurieren. Microsofts Bing liefert auf die entsprechende Suchanfrage keine Ergebnisse.

Der Suchindex von Googles Suchmaschine listet Tausende Drucker von Hewlett-Packard, auf die jeder über das Internet zugreifen kann. Die Zeichenfolge “inurl:hp/device/this.LCDispatcher?nav=hp.Print” liefert derzeit mehr als 88.000 Einträge.

Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Googles Suchmaschine die Drucker absichtlich indiziert, obwohl sie nur für die Nutzung in internen Netzwerken vorgesehen sind. Die Schuld liegt wahrscheinlich eher bei den Administratoren, die die Drucker nicht korrekt eingerichtet haben. Unklar ist allerdings noch, warum Microsofts Suchmaschine Bing bei einer entsprechenden Suchanfrage keine Resultate liefert.

Die öffentlich zugänglichen HP-Drucker können von jedem genutzt werden, um Dokumente auszudrucken. Die zugehörigen IP-Adressen zeigen, dass die Drucker vor allem zu Universitäten auf der ganzen Welt gehören. Google-Nutzer könnten die Drucker missbrauchen, um beispielsweise per Skript Druckaufträge anzustoßen.

Einige Drucker lassen sich allerdings auch über das Internet konfigurieren, da bei ihnen für den Zugriff von außerhalb der Unternehmens-Firewall kein Passwort festgelegt wurde. In einem Fall ist es ZDNet USA gelungen, sich auf diese Art Zugriff zu einem Printserver zu verschaffen.

Der Blog Port3000, der die Lücke als erstes entdeckte, warnt zudem vor ernsteren Folgen. “Es gibt hier auch Sicherheitsbedenken, da einige Druckermodelle bekannte Lücken haben, die als Zugang zu einem privaten Netzwerk benutzt werden können”, schreibt der Webentwickler Adam Howard auf seiner Website.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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