Lenovo hat kein Interesse an RIM

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Die von Bloomberg in Umlauf gebrachten Gerüchte über einen Kauf von Research in Motion beruhen auf aus dem Zusammenhang gerissen Aussagen. Das hat Lenovo jetzt klargestellt. RIM hatte die Berichte schon am Freitag zurückgewiesen.

Lenovos K900 ist das erste Smartphone mit Intel Dual-Core-Chip für Mobiltelefone (Bild: Kent German/CNET).
Lenovos K900 ist das erste Smartphone mit Intel Dual-Core-Chip für Mobiltelefone (Bild: Kent German/CNET).

Der Wirtschaftsdienst Bloomberg hatte am Freitag berichtet, dass sich Lenovo eine Übernahme von Research In Motion (RIM) durchaus vorstellen könne und mit dem Unternehmen bereits darüber gesprochen habe. Er bezog sich dabei auf Aussagen von auf Lenovos Chief Financial Officer Wong Wai Ming auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Der habe dort gesagt Lenovo “prüft alle Möglichkeiten” und “schätzt mögliche Übernahmeziele und strategische Allianzen ein”. Dafür gebe es ein eigenes Team, das mit Research In Motion einen offenen Dialog führe.

Diese Auslegung hat der chinesische Hersteller jetzt offiziell dementiert: Normalerweise kommentiere man keine Gerüchte über Übernahmen. Wong habe in dem Interview aber über die generelle Strategie bei Zukäufen gesprochen. Auch als er von einem Journalisten auf RIM angesprochen wurde, habe der Finanzchef in seiner Antwort über die allgemeine Strategie gesprochen.

Für RIM kommentierte ein Sprecher gegenüber ZDNet.com bereits am Freitag, alle Aufmerksamkeit gelte derzeit dem Start von BlackBerry 10 am 30. Januar. Man habe nichts zu kommunizieren. Nährboden für Überhamegerüchte ist die Aussage anlässlich der letzten Quartalsmeldung im Dezember, RIM prüfe alle Optionen und werde in bestimmten Bereichen lieber Partnerschaften eingehen, als alleine zu agieren, wenn dies effizienter sei.

Die kanadische Regierung hat zuletzt jedoch klar gesagt, dass sie hofft, RIM im Land zu halten. Aufgrund der Unternehmensgröße werde einer Übernahme auf jeden Fall eine Prüfung vorausgehen. Nach kanadischen Gesetz müssen ausländische Investitionen in kanadische Firmen auf ihren Nutzen für das Land hin untersucht werden.

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