Secunia: Deutsche PCs sind besonders anfällig

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Der aktuelle Bericht des dänischen Security-Anbieters Secunia bescheinigt den Deutschen einen zu laxen Umgang mit Sicherheits-Updates. Obwohl Patches erhältlich sind, werden sie nicht aufgespielt. Die meisten Lücken gibt es in Software von Microsoft, in Java und in Adobes Flash Player.

Dem neuesten Report von Secunia (PDF) zufolge ist Deutschland trotz seines Sicherheitsdenkens nicht unbedingt das Land mit den sichersten Computern. So sind weit verbreitete Programme wie Adobe Flash Player, Java oder Apple QuickTime auf einem Viertel der Rechner hierzulande nicht gepatcht.

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Die meisten Lecks auf deutschen PCs kommen von Drittanbietern: 70 Prozent der ungepatchten Systeme weisen Lücken in Nicht-Microsoft-Programmen auf (Grafik: Secunia).

Der Anbieter weiß, warum die Nutzer so Update-müde sind: “Wer sämtliche bekannten Sicherheitslücken auf einem deutschen Durchschnitts-Computer schließen wollte, müsste 25 Update-Prozeduren beherrschen und diese regelmäßig durchführen”, erklärt das Unternehmen. Auch die regelmäßigen Microsoft-Patches reichten nicht, denn “70 Prozent aller bekannten Schwachstellen werden durch Drittanbieter-Programme verursacht”.

So nimmt zwar Microsofts XML-Core-Services Lücke den Platz 1 der in Deutschland meistgemeldeten Schwachstellen ein, auf Platz 2 folgt jedoch schon Java und auf Platz 3 Adobes Flash Player ein. Das Ranking basiert auf dem Marktanteil der Produkte und dem Prozentsatz der ungepatchten Systeme. Unter den unsichersten Rechnern in Deutschland finden sich auch viele mit älteren Versionen von Open Office, Quicktime, VLC Media Player und Irfanview.

Damit sich Verbraucher nicht in trügerischer Sicherheit wähnen, fügt Secunia noch eine Liste von Produkten an, die von ihren Herstellern nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgt werden – unter den Top Ten der “End of Life”-Programme finden sich beispielsweide die erste Firefox-Version, der MS-Powerpoint Viewer 2003, Word 2000 und Excel 2000.

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