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RIM gibt Startschuss für Blackberry Enterprise Service 10

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Über die Management-Plattform lassen sich nun alte und neue Blackberrys sowie Geräte mit Android und iOS verwalten. Für Blackberry 10 muss vorerst ein zusätzlicher logischer Server eingerichtet werden. Mit dem schon länger angekündigten Funktionsbündel “Balance” lassen sich private Daten von Firmendaten trennen.

Research In Motion hat mit dem Verkauf des Blackberry Enterprise Service 10 früher als erwartet begonnen. Die Plattform zur Verwaltung von Mobilgeräten war bisher zusammen dem Betriebssystem Blackberry 10 am 30. Januar erwartet worden.

Blackberry Enterprise Service verwaltet nicht nur Blackberry-Geräte, sondern auch Konkurrenzmodelle mit Android- oder iOS-Betriebssystem. Auch das Tablet Blackberry Playbook bezieht RIM natürlich ein. Die Plattform gilt als wichtiger Faktor, damit der Marktstart von Blackberry 10 in Firmen erfolgreich verläuft. Außerdem könnte das BYOD-Management für RIM zu einem zusätzlichen Standbein werden. Wohl schon in dieser Absicht hatten die Kanadier im Sommer 2011 den deutschen Spezialisten Ubitexx gekauft, der sich hierzulande eien hervorragende Position beim Mobile Device Managment erarbeitet hatte.

Zu den zentralen Funktionen von Blackberry Enterprise Service zählt Blackberry Balance, das seit dem Start 2011 stetig weiterentwickelt wurde. Mit Balance können IT-Abteilungen die Geräte von Mitarbeitern verwalten, ohne gleichzeitig Zugriff auf deren persönliche Daten zu erhalten. Durch diese Trennung wird auch verhindert, dass Firmendokumente versehentlich falsch behandelt werden.

"Balance in Blackberry 10 ist eine äußerst wichtige Weiterentwicklung. Es wurde jetzt mit dem Kern des Systems verschmolzen, also auf einer bisher nicht erreichten Stufe", sagt Peter Devenyi, Senior Vice President für Enterprise-Software bei RIM. "Wir haben jetzt zwei komplett separate Bereiche auf den Geräten."

Wird ein Gerät in die Verwaltung BES aufgenommen, erstellt dieses automatisch einen Arbeitsbereich, für den Firmenrichtlinien gelten. Dies gilt für den Umgang mit Daten, aber auch für die Installation von Apps. Beispielsweise lassen sich keine Daten aus dem Arbeitsbereich in eine Facebook-App kopieren, weil letztere zum Privatbereich zählt.

Gleichzeitig mit dem Marktstart von BES 10 zieht RIM sein bisheriges Produkt fürs Device-Management – und damit auch den Markennamen Mobile Fusion – zurück. Dessen Funktionen sind jetzt ein Teil von Blackberry Enterprise Server (BES). Devenyi klärt auch eine frühere Verwirrung in Bezug auf die Kompatibilität zu älteren Blackberry-Geräten auf: BES kann zum Launch Geräte mit Blackberry 10 und solche mit anderen Systemen parallel verwalten, muss dazu aber auf zwei unterschiedlichen logischen Servern installiert sein. In Zukunft wird sich die Installation von BES 10 aber auf einen einzigen logischen Server reduzieren lassen.

[mit Material von Ben Woods, ZDNet.com]

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