Erste Entwickler-Smartphones mit Firefox OS gesichtet

Es handelt sich um zwei Modelle eines spanischen Start-ups. Beide sind mit Qualcomm-Prozessoren, WLAN und GPS ausgerüstet. Das “Keon” kommt mit 3,5 Zoll-Display, das ingesamt besser ausgestattete “Peak” mit 4,3-Zoll-Bildschirm.

von Peter Marwan 0


Das spanische Start-up GeeksPhone hat zwei Entwickler-Smartphones mit Mozillas Firefox OS angekündigt. Das preiswertere Modell nennt es Keon, die High-End-Variante dagegen Peak. Sie sollen bei der Programmierung und vor allem beim Test von Anwendungen für das noch in Arbeit befindliche Mobilbetriebssystem helfen.

Die Smartphones Keon und Peak (Bild: GeeksPhone).

Die Smartphones Keon und Peak sollen Entwicklern bei ihrer Arbeit helfen (Bild: GeeksPhone).

Das Keon kommt mit dem 1 GHz schnellen Qualcomm-Chip Snapdragon S1, einem 3,5-Zoll-Bildschirm, einem Akku mit 1580 Milliampèrestunden Kapazität und einer 3-Megapixel-Kamera. Fürs Modell Peak sieht der Hersteller einen Qualcomm Snapdragon S4 mit 1,2 GHz, einen 4,3-Zoll-Screen und eine 8-Megapixel-Kamera vor. Die größere Akkukapazität von 1800 mAh muss unter diesen Umständen aber nicht gleichbedeutend mit längerer Laufzeit sein.

Beide Geräte kommen mit 4 GByte ROM, 512 MByte RAM, einem MicroSD-Slot, WLAN (802.11n), Beschleunigungs-, Helligkeits- und Näherungssensor, GPS sowie einem Blitz für die Kamera. Bisher hat GeeksPhone weder Preis noch Verfügbarkeit genannt.

Mozilla erwähnt in einem Blogeintrag jedoch Telefónica als Mobilfunkpartner. Das ist wenig erstaunlich. Der spanische Mobilfunkkonzern setzt sich ganz besonders für Firefox-OS ein. So hat er beispielsweise schon im Sommer vergangenen Jahres einen zusammen mit Qualcomm entwickelten Prototypen eines Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem von Mozilla vorgestellt. Von den etablierten Smartphone-Herstellern hat sich ZTE in Bezug auf Firefox OS bislang am weitesten aus dem Fenster gelehnt: Die Chinesen wollen noch im Laufe dieses Jahres Smartphones mit dem Betriebssystem auch in Europa anbieten.

Firefox OS verwendet für Apps die Browser-Engine Gecko, die auch dem Mozilla-Browser zugrunde liegt. Anwendungen dafür werden mit HTML, CSS und JavaScript geschrieben. Das eigentliche Betriebssystem baut dagegen auf Android und Linux allgemein auf.

Die beiden Smartphones sind nicht der einzige Weg, Firefox OS heute schon zu nutzen. Das OS lässt sich auf Android-Smartphones statt Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) installieren. Primär unterstützt Mozilla diverse Samsung-Geräte. Auf dem Samsung Galaxy S II ist sogar ein Dual-Boot-Betrieb mit Android und Firefox OS möglich.


Bildergalerie: So sieht Firefox OS aus

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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