IBM Symphony fließt in Apache Open Office 4.0 ein

Open SourceSoftware

Die Ankündigung von Big Blue, seine Open-Office-Ausprägung Symphony aufzugeben, wurde jetzt in die Tat umgesetzt: IBM hat seinen Code der Entwicklergemeinde zur Verfügung gestellt. Diese arbeitet nun mit Hochdruck an der Fusion.

Im angekündigten Open Office 4.0 sollen alle Bugfixes, Erweiterungen und Kompatibilitätsverbesserungen des IBM-Lotus-Symphony-Entwicklerteams eingearbeitet werden. 167 Bugs will man entdeckt haben und nun Schritt für Schritt ausmerzen. Vor allem die Kompatibilität mit Microsoft Office soll verbessert werden, heißt es im Open-Office-Blog.

IBM Lotus Symphony
Fließt in den Open-Office-Code ein: IBMs Lotus Symphony

Nach dem “ersten Satz der Symphonie” – also der Code-Bereitstellung im Sommer – folgt nun der nächste: Symphony soll den Weiterentwicklungen des freien Office-Pakets zugrundeliegen. Die ersten Fixes sind bereits in Open Office 3.4.1 integriert, die Implementierung aller soll noch ein paar Monate in Anspruch nehmen.

Im zweiten Satz des Meisterwerks sollen  dann zahlreiche Erweiterungen einfließen, die Symphony von anderen “Forks” des Office-Pakets unterschieden – unter anderem die “Task Pane”, die die wichtigsten Funktionen in eine Seitenleiste quetschte. Mehrere Vorschläge zu deren Gestaltung finden sich bereits im Open-Office-Wiki.

Einen genauen Termin für die Veröffentlichung des Gesamtprojektes Open Office 4.0 gibt Apache noch nicht an, Insider rechnen jedoch mit Mitte 2013. Und weil die Codes im offenen Rahmen für alle Entwickler bereitgestellt werden, ist auch mit einer Einbindung der Symphony-Funktionen in die Open-Office-Abzweigung “LibreOffice” zu rechnen.
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