JPEG kann nun verlustfrei komprimieren

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Damit lassen sich Bilder in dem Format in höherer Qualität auf weniger Speicherplatz unterbringen. Grundlage ist die nun vorliegende Version 9 der Softwarebibliothek “libjpeg”. Sie wurde von einer Forschergruppe an der Universität Leipzig entwickelt. Außerdem neu sind bessere Skalierungsfunktionen.

Eine Forschergruppe des Instituts für Angewandte Informatik e.V. (InfAI) der der Universität Leipzig hat Version 9 der Softwarebibliothek “libjpeg” veröffentlicht. Sie ist die Basis zur Verarbeitung von Bildern im JPEG-Format und wird von zahllosen Softwareherstellern und in der Fotoindustrie unter kostenfreier Lizenz verwendet. Das Update erlaubt nun erstmals die verlustfreie Komprimierung.

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Nach Angaben der Entwickler ermöglicht Version 9 der Softwarebibliothek die verlustfreie Bildkomprimierung auf eine Art und Weise, die im Vergleich zu anderen populären Verfahren, etwa Portable Network Graphics (PNG) den benötigten Speicherplatz für Fotos nochmals reduziert. “Mit der Veröffentlichung der Version 9 sind wir bei der verlustfreien Komprimierung im bewährten JPEG-Format einen großen Schritt vorangekommen. Wir schaffen damit die Grundlage für zukünftige Anwendungen im industriellen Software- und Hardwarebereich”, sagt Roland Fassauer, Geschäftsführer des InfAI.

Mit der jetzt vorgelegten Version runde man eine Gruppe von Format- und Funktionserweiterungen ab, die in den Jahren zuvor schrittweise eingeführt wurden. Neu hinzugekommen sind etwa Funktionen zur besseren Komprimierung (arithmetische Kodierung), neue Skalierungsfunktionen (“SmartScale”), sowie eben auch die Optionen zur völlig verlustfreien Komprimierung.

Die erste Version der Software wurde 1991 zusammen mit der Einführung des JPEG-Standards vorgestellt. Seitdem wird die Softwarebibliothek “libjpeg” als Grundlage zur Verarbeitung von Bildern im JPEG-Format in unzähligen Applikationen verwendet. “Referenzkunden” sind etwa Mozilla, Irfanview, Picasa, Debian Linux, Steinberg, Kaspersky und andere. Sie alle nutzen die von der Forschergruppe entwickelte Lösung für die Bildbearbeitung und Datenkomprimierung. Außerdem ist sie auch in Handy-, Smartphone- und Digitalkameras integriert.

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