Europas Business Angel gründen eigenen Verband

Sechs nationale Organisationen haben sich jetzt im Dachverband Business Angels Europe (BAE) zusammengeschlossen. Ziel ist es, gemeinsam stärker gegenüber europäischen Institutionen auftreten zu können. Außerdem will der neue Spitzenverband professionelle und ethische Standards im Business-Angels-Markt fördern.

von Peter Marwan 0


Vereinigungen aus Deutschland (BAND), Frankreich (France Angels), Spanien (AEBAN), den Niederlanden (BAN Netherlands), Belgien (BeBAN) und Italien (IBA) haben in Brüssel den gemeinsamen Dachverband Business Angels Europe (BAE) gegründet. Der Beitritt des britischen UK BAA und des in Gründung befindlichen polnischen Verbandes wird in Kürze erwartet. Zum Präsidenten der Organisation wurde Philippe Gluntz, Präsident von France Angels, gewählt. BAND-Vorstand Ute Günther nimmt als eine der Vizepräsidentinnen im BAE-Vorstand die Funktion “Research and Market Data” wahr.

Mit der Gründung des BAE wird der zunehmenden Bedeutung der EU für den Finanzierungsmarkt junger innovativer Unternehmen Rechnung getragen. Die Organsiation sieht sich als Sprachrohr, das die Meinungen der Repräsentanten der jeweiligen nationalen Business-Angel-Ökosysteme bündelt und gegenüber den EU-Organen zur Geltung bringt.

Außerdem will der neue Spitzenverband die Bildung weiterer nationaler Verbände unterstützen, professionelle und ethische Standards im Business-Angels-Markt fördern und den Erfahrungsaustausch organisieren. Und natürlich soll er auch die übliche Lobbyarbeit betreiben, sich also in diesem Fall für Schaffung günstiger politischer, rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen in ganz Europa einsetzen.

Darüber hinaus ist geplant, sich sowohl als Ort und Anlaufstelle für Marktforschung, Expertenwissen und Datensammlungen zum Thema Business Angels in Europa zu etablieren, aber auch grenzüberschreitende Investitionen auf europäischer und internationaler Ebene zu fördern. Nicht zuletzt sieht sich der BAE als europäischen Partner in der weltweiten Angel-Community.

Bisher gab es mit einem ähnlichen Anspruch nur die European Trade Association for Business Angels (EBAN). Sie war 1999 von einer Gruppe früher, europäischer Business-Angel-Netzwerke und der European Association of Development Agencies (EURADA) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission gegründet worden. Sie nimmt für sich in Anspruch, Business Angel, Business-Angel-Netzwerke, Seed-Funds und andere Einrichtungen zu unterstützen, die sich um Gründer kümmern. Der BAE dagegen nimmt als Vollmitglieder nur nationale Organisationen auf, Business-Angel-Netzwerke können lediglich Affiliates werden.

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Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
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