Cray liefert Supercomputer an den Deutschen Wetterdienst

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Die Meteorologen haben für insgesamt 17 Millionen Euro zwei XC30 und zwei Storage-Systeme mit zusammen über 3 Petabyte Speicherkapazität bestellt. Die Lieferung und Inbetriebnahme soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Der XC30 von Cray lässt sich bis auf 100 Petaflops ausbauen.

Ein XC30 hilft dem DWD künftig bei der Wetteranalyse (Bild: Cray).
Ein XC30 hilft dem DWD künftig bei der Wetteranalyse (Bild: Cray).

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bei Cray zwei Supercomputer zum Preis von 23 Millionen Dollar (17,2 Millionen Euro) bestellt. Die Meteorologen aus Offenbach erhalten zu diesem Preis zwei Rechner des Typs XC30 sowie zwei Speichersysteme Cray Sonexion 1600.

Der Vertrag und die Lieferung erstrecken sich über zwei Jahre und mehrere Phasen. Bis zum Jahresende 2014 sollen alle Komponenten im Einsatz sein. Bislang hatte der Wetterdienst auf den Supercomputer SX-9 von NEC gesetzt, die 2008 angeschafft und im Frühjahr 2009 offiziell eingeweiht wurden.

Die Kapazität der beiden Storage-Systeme Sonexion 1600 wird im Endausbau über 3 Petabyte betragen. Ihre kombinierte Bandbreite gibt Cray mit 72 GByte/s an. Crays XC30 war unter dem Namen “Cascade” entwickelt worden. Es basiert nach dem Schwenk von Cray hin zu Intel-Chips auf dessen Prozessormodell Xeon ES-2600.

Seit Ende 2008 hat ein Supercomputer von NEC die Meteorologen bei ihrer Arbeit unterstützt (Bild: M. Jonas / DWD).
Seit Ende 2008 hat der SX-9 von NEC die Meteorologen bei ihrer Arbeit unterstützt (Bild: M. Jonas/DWD).

Ein Cray X30 lässt sich für bis zu 100 Petaflops ausbauen. Ein Exemplar des erst im November 2012 gestarteten Supercomputers steht schon in Deutschland, nämlich im Hochleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS), das zur Universität der baden-württembergischen Landeshauptstadt gehört.

Als Verbindungschip kommt die Cray-Entwicklung “Aries” zum Einsatz, die inzwischen Intel aufgekauft hat, aber über deren exklusives Nutzungsrecht Cray derzeit noch verfügt. Die Topologie “Dragonfly” ermöglicht einen parallelen und besonders flexiblen Einsatz der Prozessoren. Cray weist zudem auf sein neues Kühlsystem hin, das die Luft diagonal durch das System führe was mit weniger Energieaufwand kühle. Auch die Prozessoren seien sparsamer als ihre Vorgänger.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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