Speicherchips für PCs werden wieder teurer

Lange Zeit hatten die Speicherfirmen über den ruinösen Wettbewerb und die rapide fallenden Preise gejammert, PC-Speicher wurde den Käufern fast nachgeworfen. Das Jammern auf hohem Niveau beginnen nun die PC-Produzenten: Die DRAM-Chips werden wieder teurer und damit auch die Rechner.

von Manfred Kohlen 0


Speicherchips für PCs werden wieder teurer. Schuld daran sollen wieder einmal die Smartphones und andere Nicht-PC-Anwendungen für die Speicher sein, interepretieren Josephine Lien und Jessie Chen vom Branchenmedium Digitimes den sich drehenden Trend.

Speicherhersteller haben dem Bericht zufolge immer mehr Kapazitäten weg vom schwächelnden PC-Markt hin zu den boomenden Mobilsystemen gelegt. Das, so die Marktbeobachter, habe zu massiv steigenden Preisen für DRAMs (“Dynamic Random Access Memory”-Chips) geführt. Der Lieferengpass könnte nun dafür sorgen, dass PCs und Notebooks mit gleicher Speicherausstattung bald wieder teurer werden.

DDR3-Speichermodule von Hynix - die Preise sind von Marktkräften getrieben; derzeit steigen sie wieder (Bild: SK Hynix).

DDR3-Speichermodule von Hynix – die Preise sind von Marktkräften getrieben; derzeit steigen sie wieder (Bild: SK Hynix).

Gerade erst hatten sich die Spotmarktpreise nach langer Talfahrt beruhigt, 2-GByte-DDR3-Chips hatten sich für eine Weile bei 1 bis 1,10 Dollar eingependelt. Kürzlich seien die Preise wieder gestiegen, beobachtet Digitimes. Der darbenden Speicherbranche habe das wieder Hoffnung gemacht. Jammern müssen nun die PC-Hersteller und Rechnerkäufer, denn mit dem Trend “immer preiswerter” ist es nun offenbar vorbei. Chip-Hersteller wie Samsung hatten, um die fallenden Preise aufzuhalten und Erträge zu stabilisieren, absichtlich die Produktion verringert.

Das jedoch sei im Endkundenmarkt noch nicht angekommen, zitiert Digitimes seine wie so oft im Dunkeln liegenden “Quellen”. Nicht nur Samsung sei dabeigewesen bei den stabilisierenden Marktmanipulationen, die nun nach hinten losgehen könnten. Schon Mitte 2012 habe die gesamte Branche weniger PC-Speicher produziert und ihre Ressourcen auf Mobilspeicher und Server-DRAMs verlagert.

Laut Spotmarkt-Daten, die DRAMeXchange sammelte, seien Preise für 1333-MHz-2-GByte-DDR3-Speicher in nur einem Tag um 5 Prozent gestiegen. Am 10. Januar hatten sie schon die 1,20-Dollar-Marke erreicht. Die Spotmarkt-Preise für die etwas schnelleren 1600-MHz-2G-GByte-DDR3-Chips seien um 3 Prozent geklettert.

Die per Vertrag frühzeitig abgesicherten Lieferpreise für die PC-Hersteller hielten die günstigen Preise lange unten, doch auch Neuverträge seien teurer geworden. Durch hohe Abnahmemengen sind die Preise zwar noch günstig für große PC-Hersteller, doch auch die großen 4-GByte-DDR3-Module, die zuvor ab 14 Dollar angeboten worden waren, kosteten im Dezember schon 15,75 Dollar.

Für den preisorientierten PC-Käufer heißt das: Lieber jetzt den Speicher aufrüsten als später – oder beim Neukauf von Rechnern besser gleich größer investieren. Die aufkommende Erhöhung der Speicherpreise dürfte vor allem den Bereich der Gaming-PCs oder die Computer für anspruchsvollere Aufgaben mit viel Speicherbedarf (etwa CAD) treffen.

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