RIM sucht mit BlackBerry 10 sein Heil auch im Low-End

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Der Hersteller will künftig “alle Preispunkte” treffen. Das sagte Chief Marketing Officer Frank Boulben auf der CES. Insgesamt sollen in diesem Jahr mindestens sechs Modelle mit dem neuen OS auf den Markt kommen.

Auf der CES in Las Vegas hat RIMs Chief Marketing Officer Frank Boulben im Gespräch mit Fierce Wireless angekündigt, dass sein Unternehmen mit den kommenden Geräten auf Grundlage von BlackBerry 10 “alle Preispunkte” treffen werde. Man wolle mit den für diesen Monat geplanten Modellen möglicherweise alle Marktsegmente von Low- bis High-End bedienen. In diesem Jahr sollen mindestens sechs Smartphones mit dem neuen Betriebssystem erscheinen.

Bereits Ende September hat RIM auf seiner Entwicklerkonferenz erste Ausblicke auf Blackberry 10 gegeben, Geräte zeigt der Hersteller Ende Januar.

Den Anfang sollen Geräte mit Touchscreen und ein Modell mit vollständiger QWERTY-Tastatur machen. Für 30. Januar hat RIM zu einer Veranstaltung eingeladen, auf der es voraussichtlich die neuen Telefone vorstellen wird. Wann genau die preisgünstigsten Modelle auf den Markt kommen werden, teilte Boulben nicht mit.

BlackBerry 10 soll ein Neuanfang für RIM werden. Der kanadische Hersteller setzt seine Zukunft auf den Erfolg des von Grund auf überarbeiteten Mobilbtriebssystems. Dessen zentrale Merkmale sind weiterhin Messaging und einfache Eingabe. Die Software wird aber auch eine neue Benutzeroberfläche und verbesserte Multimediafunktionen bringen.

RIMs traditionelle Kundenbasis besteht aus Firmen und Regierungseinrichtungen. Es hat aber auch Anhänger in anderen Marktsegmenten. Beispielsweise sind seine Geräte aufgrund der integrierten BlackBerry-Messenger-Technik (BBM) bei Teenagern, insbesondere in Großbritannien, und Nutzern in sich entwickelnden Märkten, zum Beispiel Indonesien, beliebt. BBM ist ein Instant Messenger, mit dem Anwender mit anderen BlackBerry-Nutzern über RIMs Netzwerk kommunizieren können, ohne dabei den SMS-Services ihres Carriers nutzen zu müssen. Vielschreiber können auf diese Weise Geld sparen und schneller miteinander kommunizieren.

Der Hersteller will direkt zum Start den vollen Funktionsumfang liefern. Aus diesem Grund hat er den Marktstart des Betriebssystems mehrmals verschoben. Von Anfang an sollen mindestens 70.000 Apps für BlackBerry 10 zur Verfügung stehen, wie Boulben jetzt erklärte. Er betonte zudem, dass man große Unterstützung von den Entwicklern habe. Als Ziel habe man die beliebtesten 600 Anwendungen in den Hauptmärkten ausgegeben; rund 90 Prozent davon würden von BlackBerry 10 unterstützt.

[mit Material von Marguerite Reardon, News.com]

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