Bericht: Asus und Acer bauen keine Netbooks mehr

Gerüchte um den Ausstieg der Hersteller aus der Netbook-Produktion hatte es schon seit Längerem gegeben. Der Absatz der Minirechner war in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

von Mehmet Toprak 0

So schnell kann es gehen. Die vor kaum fünf Jahren eingeführte neue Produktkategorie der Netbooks steht 2013 wohl vor dem Aus. Zwei der letzten Anbieter, Acer und Asus, wollen nach Presseberichten die Produktion einstellen. Das geht aus Meldungen einiger Newsdienste hervor, die sich dabei auf die taiwanische Digitimes berufen. Eine Bestätigung von Acer und Asus dazu liegt allerdings noch nicht vor.

Asus Eee PC

Wenn die Meldung stimmt, dann ist vor allem bemerkenswert, dass auch Asus sich aus der Produktion zurückzieht. Das taiwanische Unternehmen hatte Anfang 2008 mit dem Eee PC die Begeisterung über die kompakten Minirechner erst ins Rollen gebracht.

Fünf Jahre später, ist das Angebot an Netbooks dünn geworden. Die großen Hersteller Samsung, HP und Dell haben schon seit Längerem keine Netbooks mehr im Angebot. Acer hat bei den Netbooks nur noch eine Produktlinie, das Aspire One. Daneben vermarktet auch der chinesische PC-Hersteller Lenovo seine Ideapad-S-Serie.

Tablet-PCs statt Netbooks

Das letzte gute Jahr für die Mini-Notebooks war 2010. Da meldete das Marktforschungsunternehmen Gartner für das erste Quartal für die Mini-Notebooks noch eine Absatz-Steigerung um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Doch schon damals hatten die Marktforscher darauf hingewiesen, dass die Verbraucher begannen, die Grenzen der Mini-Notebooks zu erkennen. Zumal die Hersteller dazu übergegangen waren, ihre klassischen Mobilrechner mit aggressiven Preissenkungen attraktiver zu machen.

Das Asus Aspire One ist die einzige Netbook-Serie von Acer.

Seit dem gigantischen Verkaufserfolg von Apples iPad im Jahr 2010 sind die Netbooks immer schneller ins Abseits geraten. Die meisten Hersteller stürzen sich jetzt auf Tablet-PCs, die keine Tastatur benötigen und sich trotzdem deutlich teurer verkaufen lassen als die kleinen Notebooks.

Die Nachfolge der Netbooks als besonders kompakte und leichte Mobilrechner haben vorerst die Ultrabooks angetreten. Die sind allerdings deutlich teurer als die Netbooks. So verlangt Dell für sein Inspiron 14z in der Grundausstattung 549 Euro.

Ganz von der Bildfläche verschwinden werden die preiswerten Minirechner aber vorerst nicht. Die Geräte sind technisch ausgereift und verfügen über eine vollwertige Tastatur. Damit sind sie für viele Anwender, die unterwegs auch mal längere Texte tippen, immer noch ein nützlicher Begleiter.

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