Lindy bringt externen Laufzeitkompensator für VGA- und KVM-Extender

Grafiksignale lassen sich mittels Cat.5-Extendern über Netzwerkkabel auch auf langen Strecken übertragen. Ist die Entfernung jedoch zu groß, stören auf dem Ausgabemonitor oft Schatten und Unschärfen. In diesen Fällen will Lindy mit einem externe Laufzeitkompensator Abhilfe schaffen.

von Peter Marwan 0


Lindy hat ein kleines Produkt mit einem langen Namen vorgestellt: Der ‘VGA-Laufzeitkompensator für Cat.5 VGA-Extenderstrecken’. Der Netzwerk- und Zubehörspezialist will damit helfen, Distanzen von über 300 Meter auch mit einfachen Cat.5-Extendern in guter Qualität zu überbrücken, indem in diesen Fällen entstehende Unschärfen kompensiert werden. Einige hochwertige Extender, die von Haus aus für Reichweiten über 300 Meter konzipiert wurden, haben einen entsprechenden Laufzeitkompensator schon integriert. Für andere bietet Lindy sein externes Dongle an.

Das Problem: Auf dem Monitor sind rote und grüne Schatten oder, aus der Distanz betrachtet, verwischte Unschärfe zu beobachten (Bild: Lindy).

Der Kompensator wird zwischen Extender und Monitor gesteckt und neutralisiert etwaige Laufzeiteffekte, den sogenannten Skew. Der entsteht im Netzwerkkabel, über das die VGA-Signale transportiert werden. Für den Transport wird für jede Farb-Komponente des VGA-Signals ein eigenes Adernpaar des Netzwerkkabels verwendet. Durch die leicht unterschiedliche Verdrillung der Adernpaare kann auf 200 Meter Kabellänge das eine Paar eine gestreckte Länge von 206 Meter und ein anderes Paar eine Länge von 208 Meter erreichen. Bei einer Signalgeschwindigkeit von ca. 200.000 km/s kommt folglich das Signal des längeren Adernpaars rund 10 Pico-Sekunden später an, als das des kürzeren Paars.

Bei einer Full HD-Auflösung mit 60 Hz wechselt der Monitor alle 8 Pico-Sekunden zum nächsten Pixel. Das Signal für bestimmte Farben trifft dadurch erst dann beim Bildschirm ein, wenn der schon das nächste oder übernächste Pixel anzeigt. Das Ergebnis: Auf dem Monitor sind rote und grüne Schatten oder, aus der Distanz betrachtet, verwischte Unschärfe zu beobachten.

Die Lösung: Der Laufzeitkompensator für Cat.5-Strecken (Bild: Lindy).

Der VGA-Laufzeitkompensator verzögert die Bildsignale für einzelne Adernpaare, so dass alle Pixel-Informationen gleichzeitig eintreffen. Erst dann werden diese an den Monitor übergeben. Die Feinsynchronisation erfolgt manuell am Gerät mit Hilfe eines geeigneten Testbildes. Laufzeiteffekte lassen sich so unabhängig von der Wegstrecke und der Verdrillung des verwendeten Cat.5-Extenderkabels kompensiern.

Der ‘VGA-Laufzeitkompensator für Cat.5 VGA-Extenderstrecken’ sei zu allen Cat.5 VGA- und KVM-Extendern am Markt kompatibel – wenn VGA-Bildsignale über ein Cat.5 Kabel übertragen werden. Die Stromversorgung kann über den verwendeten Extender erfolgen, falls der mit einem 5 Volt, 2,5/5,5-Millimeter-Rundstecker mit Strom versorgt wird, indem das Netzteil des Extenders durch den Laufzeitkompensator durchgeschleift wird. Andernfalls sind aber auch separate Netzteile für den Laufzeitkompensator lieferbar.

Der Lindy-Laufzeitkompensator www.lindy.de/32766 ist ab sofort über Fachhändler oder den Online-Shop des Mannheimer Unternehmens verfügbar. Zum Lieferumfang gehört neben dem zwischenschaltbaren Laufzeitkompensator ein kombiniertes VGA-/Strom-Kabel, das direkt an den Ausgang des Cat.5-Extender angeschlossen wird. Der Einzelpreis liegt bei rund 99,50 Euro.

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Autor: Peter Marwan
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