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Sicherheitslücke in Android-Smartphones von Samsung entdeckt

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Ein Angreifer könnte sich Zugriff auf den Hauptspeicher verschaffen und alle Daten auslesen. Eine entsprechend gestaltete App kann auch Schadcode in den Kernel einschleusen. Betroffen sind Geräte mit Samsungs System-on-a-Chip Exynos, der unter anderem beim Galaxy S2 und S3 zum Einsatz kommt.

Ein Mitglied der XDA Developers hat Details zu einer Schwachstelle veröffentlicht, die es Apps erlaubt, auf den Hauptspeicher von Android-Smartphones von Samsung zuzugreifen. Betroffen sind Geräte mit Samsungs ARM-basiertem System-on-a-Chip Exynos. Nach Angaben des Forum-Mitglieds Alephzain kann sich eine Anwendung Lese- und Schreibrechte für den internen Speicher verschaffen und sogar beliebigen Schadcode in den Android-Kernel einschleusen.

Von der Sicherheitslücke sind Smartphones mit Samsungs System-on-a-Chip Exynos betroffen, der zum Beispiel beim Galaxy S3 zum Einsatz kommt (Bild: Samsung).

Ein Angreifer könne so den gesamten Inhalt des RAM auslesen, weiterleiten oder auch im Hintergrund vorhandene Daten verändern, heißt es im Forum von XDA Developers. Außerdem könne sich eine speziell gestaltete App Root-Rechte verschaffen. Entdeckt wurde die Anfälligkeit laut Alephzain bei dem Versuch, einen neuen Root-Zugang für ein Galaxy S3 zu finden: “Die gute Nachricht ist, dass wir auf diesen Geräten ganz einfach einen Root-Zugang erhalten. Die schlechte Nachricht ist, dass es keine Kontrolle darüber gibt”, schreibt Alephzain.

Die Schwachstelle haben andere Nutzer des XDA-Developers-Forums bestätigt. Ein Mitglied namens Chainfire hat inzwischen auch eine Anwendung veröffentlicht, die die Anfälligkeit ausnutzt. Sie soll mit Samsung-Smartphones funktionieren, die die Exynos-SoCs 4210 und 4412 nutzen. Dazu gehören die Modelle Galaxy S2, S3, S3 LTE, Galaxy Note und Note 2, Note 10.1 und Galaxy Tab Plus. Das Galaxy Nexus 10 sei nicht betroffen, da es von einem Exynos 5250 angetrieben werde.

In dem Forum wird auch darüber diskutiert, wie die Schwachstelle veröffentlicht wurde. Unter anderem wird die Bereitstellung von Beispiel-Code kritisiert, ohne Samsung zuvor die Möglichkeit zu geben, einen Patch zu entwickeln. Ein Mitglied namens Supercurio entwickelte daraufhin einen Fix, der vor einem Missbrauch der Lücke schützen soll. Samsung hat sich zu dem Sicherheitsleck bisher noch nicht geäußert.

[mit Material von Michael Lee, ZDNet.com]