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M-Disc graviert Daten unkaputtbar in DVD ein

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“Anorganische Datenträger” sollen den Zerfall von Speichern verhindern. Beim Test des US-Verteidigungsministeriums habe die “M-Disc” die forcierten Versuche zur Informationszerstörung durch die Behörde als einziges Medium überstanden, behauptet der Hersteller.

Die spezielle Datenscheibe des US-Herstellers Milleniata, auf der Daten quasi für immer eingraviert werden, ist nun im deutschen Handel erhältlich. Das Langzeit-Archivierungsmedium ist dabei gar nicht einmal teuer: im 5er-Pack kostet sie 20,95 Euro, im 10er Pack 39,95 und im 20er-Pack 77,50 Euro.

Löcher und Steinhaufen statt magnetische oder chemische Veränderungen sind das Geheimnis der 1000jährigen Daten-Haltbarkeit der M-Disc (Bild: Milleniata).

Laut Anbieter sind auch größere Gebinde verfügbar. Fast alle Onlinehändler haben die “Dauer-Discs” jetzt im Angebot. Das neue Medium soll auch die hohen Lagerkosten für Tapes und Streamer ersetzen, die bislang bei der in vielen Fällen gesetzlich vorgeschriebenen Langzeit-Datenspeicherung anfallen.

Die US-Amerikaner haben die M-Disc in Zusammenarbeit mit der Universität von Utah und der koreanischen LG Electronics entwickelt. Die M-DISC kann daher sowohl von externen als auch von internen DVD-Laufwerken von LG beschrieben werden – genauer gesagt den Modellen LG GP30NB40, LG CP40NG10i, LG GH24NS90, LG GP30NW40, LG BP40NS20 und LG BE14NU40.

Das neue DVD-Medium M-Disc sei für 1000 Jahre Haltbarkeit konzipiert. Die Technik reißt quasi Löcher in den Datenträger statt zersetzbare Magnet-Aufladungen oder Ablagerungen chemischer Natur wie herkömmliche Disc-Speicher. Die “stein-ähnliche” Speicherung sei den natürlichen Prozessen, die organisches Material zerstören können, nicht ausgesetzt. “Physisch statt chemisch” ist das Geheimnis der langen Haltbarkeit.

    1. Hallo Sell,
      berechtigte Frage: Laut Auskunft des Herstellers unterscheidet die sich beim Einsatz der im Beitrag genannten Brenner von LG, die unter anderem auch in Rechnern von Acer oder Dell verbaut sind, “nicht wesentlich” von der Schreibgeschwindigkeit auf “normalen” DVDs. Allerdings ist wegen des anderen (tiefer eingreifenden) Verfahrens mit etwas stärkerer Hitzeentwicklung zu rechnen.

      Peter Marwan
      Redaktion IT-Espresso