100 Seiten pro Minute: Brother bringt außerordentlich schnellen Tintenstrahldrucker

Der HL-S7000DN kann laut Hersteller bis zu 100 Schwarzweiß-Seiten pro Minute drucken. Damit ist er um einiges schneller als gängige Laserdrucker fürs Büro. Brother bietet ihn Firmen im Leasingmodell ab 82,74 Euro pro Monat an.

von Peter Marwan 0


Brother beginnt nun mit dem Verkauf des im April erstmals vorgestellten schnellen Tintenstrahldrucker HL-S7000DN. Er schafft laut Hersteller bis zu 100 Schwarzweiß-Seiten pro Minute. Damit ist er derzeit der schnellste Office-Drucker überhaupt. Gute Lasergeräte fürs Büro schaffen knapp über 70 Seiten pro Minute.

Mit dem HL-S7000DN legt Brother bei der Geschwindigkeit von Bürodruckern die Messlatte ein gutes Stück höher (Bild: Brother).

Die hohe Geschwindigkeit erreicht der HL-S7000DN durch einen feststehenden, Keramikdruckkopf in dem gut 5198 Tintendüsen untergebracht sind. Er ist ungefähr 21 Zentimeter breit und druckt so über die gesamte Breite eines DIN-A4 Blattes, während dieses unter ihm durchgezogen wird.

Brother positioniert den HL-S7000DN als Alternative zu Laserdruckern im Business-Umfeld. Außer mit der Geschwindigkeit argumentiert der Hersteller auch mit dem niedrigen Energieverbrauch: Die Neuvorstellung benötige bis zu 85 Prozent weniger Energie als vergleichbar schnelle Laserdrucker, da sie ohne das Erhitzen der Fixiereinheit auskommt.

Ob sich das und die hohe Geschwindigkeit auf die Qualität der Ausdrucke auswirkt, muss sich in Tests und der Praxis noch zeigen. Bei der Vorstellung des Prototypen im April gab es vermutlich noch kleine Probleme mit der Wischfestigkeit der Ausdrucke – zumindest wollten die japanischen Ingenieure die anwesenden Journalisten diese nicht sofort anfassen lassen.

Möglicherweise war damals aber auch das von Brother entwickelte Verfahren mit einer “Vortinte” lediglich noch nicht ganz ausgereift: Für diese farblose Masse, auf die dann die schwarze Pigment-Tinte aufgebracht wird, ist ein separater Druckkopf, vorhanden, der vor dem eigentlichen angebracht ist. Er bringt den “Kleister”, der aus derselben Patrone wie die Tinte stammt, nicht flächig auf, sondern nur dort, wo nachher auch gedruckt wird. Mit diesem Vorgehen soll das “Ausbluten” der Tinte auch beim Einsatz von Normalpapier verhindert werden.

Der im April vorgestellte Protoytyp des Brother HL-S7000DN im Vollausbau mit allen zusätzlichen Papierkassetten (Bild: ITespresso).

Während andere Druckerhersteller sich auch als Papierlieferanten versuchen, bereitet Brother mit der Vortinte gängiges Papier so auf, dass es den Anforderungen seines Highend-Druckers entspricht. Dem Anspruch kommt der Hersteller unter anderem mit der Mit der PTS-Zertifizierung für Dokumentenechtheit nach.

Den HL-S7000DN liefert Brother mit einer 500 Blatt fassenden Papierkassette und einem Multifunktionsschacht für 100 Blatt aus. Das Gerät lässt sich mit bis zu drei zusätzlichen Papierkassetten für je 500 Blatt aufrüsten. Der Gesamtpapiervorrat kann so auf 2100 Blatt aufgestockt werden. Die Papierablage ist auf ein Fassungsvermögen von 500 Blatt erweiterbar. Duplexdruck ist möglich. Die zugehörigen Tintenpatronen bieten eine Reichweite von bis zu 30.000 Seiten.

Als Schnittstellen stehen beim HL-S7000DN Gigabit-Ethernet, WLAN und USB 2.0 zur Verfügung. Es werden die Druckersprachen PCL 6, Postscript (PS) 3 und XPS unterstützt. Druckertreiber gibt es laut Hersteller für Windows, Macintosh und Linux.

Seinen neuen Drucker bietet Brother Firmen im Rahmen von Managed Print Services an. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Leasingraten liegt bei 36 Monaten Vertragslaufzeit inklusive Mehrwertsteuer bei 82,74 Euro pro Monat. Für eine Monochromseite mit 5 Prozent Deckung rechnet Brother einen Preis von 0,8 Cent vor. Wie auf seinen anderen Druckgeräte gewährt Brother auch auf den HL-S7000DN drei Jahre Garantie.

In einem Video bei YouTube demonstriert Brother Einsatzszenarien und Funktionsweise des HL-S7000DN.

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Druckern aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 12 Fragen auf ITespresso.de.

Peter Marwan
Autor: Peter Marwan
Chefredakteur
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