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Lenovo ist vom Erfolg von Touch-Geräten überrascht

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Lenovos Nordamerika-Chef Gerry Smith schätzt, dass in den nächsten Jahren jeder zweite Lenovo-PC mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Derzeit führt die Nachfrage nach touchfähigen Windows-8-PCs zu Engpässen.

Die PC-Branche hat sich bei der Nachfrage nach Touchdisplays schwer verschätzt. Das hat Lenovo-Manager Gerry Smith im Gespräch mit News.com eingeräumt. Der Manager ist seit fast sieben Jahren für Lenovo tätig und seit Kurzem als Präsident für Nordamerika zuständig.

Nach Aussagen von Analysten übertrifft die Nachfrage nach touchfähigen Windows-8-PCs die Erwartungen. Der überraschend gute Absatz habe aber auch zu Lieferschwierigkeiten geführt – die Hersteller könnten nicht genügend touchbasierte Displays bekommen, um den Bedarf zu erfüllen. Umgekehrt verkauften sich Rechner, die nicht touchfähig sind, schlechter als erwartet.

Das IdeaTab Lynx von Lenovo mit Windows 8 (Bild: Lenovo)

Smith sieht jedoch bereits eine Verbesserung der Liefersituation. Mehr Touch-Kapazitäten sollen ihm zufolge zwischen Januar und Juni verfügbar werden. Nach Smiths Schätzung werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre rund die Hälfte aller Lenovo-PCs – Tablets oder Smartphones nicht mit eingerechnet – über Touchdisplays verfügen.

Eigentlich sei dr Engpass sogar eine “großartige Nachricht”, meint Smith. “Richtig hart wäre es gewesen, wenn sich Touch als Katastrophe erwiesen hätte, sich nicht verkauft hätte und wir auf all diesen Lagerbeständen säßen”, sagt er. “In der Verknappung sehe ich viel Gutes, weil es das Marktpotenzial und gewaltige Chancen beweist.”

“Lenovo unterscheidet sich ein wenig von anderen Firmen”, so Smith weiter. “Wir erleben noch immer starkes Wachstum und heben uns stark vom Markt insgesamt ab. Und in diesem Quartal können wir das Wachstum in all unseren Produktsegmenten beobachten.”

Tatsächlich konnte Lenovo im weltweiten PC-Markt beständig Marktanteile gewinnen, während seine Rivalen zurückfielen. Als Stärken erwiesen sich dabei die gute Durchdringung des chinesischen Marktes sowie anhaltend gute Verkäufe an Unternehmen. Laut Gartner und IDC soll Lenovo seine PC-Lieferungen im letzten Jahr um rund zehn Prozent gesteigert haben – und Gartner sieht Lenovo inzwischen sogar als weltgrößten PC-Anbieter vor HP.

In den USA allerdings liegt der chinesische Hersteller noch deutlich hinter HP, Dell und Apple. Nordamerika-Chef Smith will auch dort angreifen: “Nummer 4 in den USA ist eine solide Position, aber langfristig für uns nicht akzeptabel. Wir werden die Nummer 1 in den USA sein. Darauf konzentrieren wir uns.”

Lenovo ist – zumindest laut Gartner – neuer Marktführer auf dem weltweiten PC-Markt. Der chinesische Hersteller setzte von Juni bis September 13,77 Millionen Geräte ab und löste damit erstmals Hewlett-Packard an der Spitze ab (Grafik: Statista).

[mit Material von Shara Tibken, News.com]